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Haushalt mit Baby Putzplan

Haushalt mit Baby – nur noch mit Putzroutinen!

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Hallo!

Seit 2016 gibt es für uns kein schönes Thema als die breifreie Beikost – wir lieben es, für dich nährstoffreiche und zuckerfreie Rezepte für die ganze Familie zu entwickeln und dir mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. 

Mehr über uns

Fällt dir der Haushalt mit Baby auch so schwer? Und du bist genervt davon, dauernd zu putzen, wischen, saugen und zu waschen? Dann lies unseren Gastartikel von Valentina – sie selbst betreibt den Onlineshop Stramplermacher – dort verkauft sie selbstbedruckt Bodys für Babys und Upcycling-Kindermode.

Das liebe breifreibaby-Team hatte wieder einmal ein ganz tolles Gewinnspiel. Es gab einen Staubroboter für die Community zu gewinnen. „Wie toll ist das denn!“, dachte ich mir und schwuppdiwupp habe ich mein besten Haushaltstipp ever unter die Kommentare gesetzt. Putzroutinen! Ich musste gar nicht lange überlegen, das hat meinen Mama-Alltag um ein vielfaches erleichtert und es ist so einfach umzusetzen. Seitdem ich diese eingeführt habe, ist unsere Wohnung immer in einem Zustand, in dem man auch spontanen Besuch empfangen kann und das Schönste ist, ich fühle mich weder gestresst, noch so, als würde ich den ganzen Tag nur putzen. Ich freue mich, wenn dir meine Tipps für Haushalt mit Babys auch weiterhelfen!

Haushalt mit Baby Putzplan

Was sind Putzroutinen?

Als ich das Erste Mal von Putzroutinen hörte, dachte ich als erstes an die Ordnungsfanatiker, die sich von ihrem Putzlappen einfach nicht trennen können oder an die taffen durchtrainierten Business-/Hausfrauen, die nur von Selbstdisziplin strotzten. Natürlich schaute ich mir dann noch die Youtube Videos an, in denen Hausfrauen ihre Putzroutinen aufzeigen und dabei anscheinend jeden Tag den Lichtschalter und die Fußleiste abwischen. „Wieso sollte man das jeden Tag tun wollen?“, dachte ich mir nur. So etwas mache ich vielleicht beim Frühjahrsputz und das ist das höchste der Gefühle.

Die Routine ist eine Gewohnheit. Sie hilft uns, Dinge ohne hohen Denkaufwand zu erledigen, so dass diese automatisiert von Hand gehen. Das heißt für uns, dass wir erstens uns nicht jedes Mal mit unserem inneren Schweinehund auseinandersetzen müssen und zweitens tun wir etwas ohne viel darüber nachzudenken, das heißt es stresst uns weniger und raubt uns somit weniger Energie.

Beispiele für Putzroutinen

Wir gehen jeden Tag nach dem Frühstücken Zähneputzen, ohne viel darüber nachzudenken, ohne dass sich unser innerer Schweinehund meldet und wir ständig aufschieben. Es stresst uns auch nicht. Es ist eine absolute Gewohnheit. Kostet uns nur 2 Minuten. Wiederum morgens den Müll mitzunehmen, was vom Zeitaufwand nicht mehr kostet, stresst uns morgens eher. Gerne wird es vergessen oder auf abends verschoben.

Oder versetzen wir uns mal in die Fahrschulzeit zurück. Hier den Gang einschalten, dort in den Spiegel schauen, hier auf den Verkehr achten usw. Jeder kennt das Gefühl nach den ersten Fahrstunden, fühlten wir uns platt und gestresst. Heute läuft alles routiniert ab. Wir sind tagtäglich viel mit dem Auto unterwegs und sind nicht platt. Wir denken gar nicht viel über unsere Handlungen nach.

 Es ist dasselbe Prinzip

Ziel ist es, dass Hausarbeiten aus Gewohnheit automatisiert geschehen, ohne dass wir viel darüber nachdenken und somit uns nicht stressen.

So sparen wir uns viel Zeit, da hartnäckige Kalkflecken oder große Aufräumaktionen ausbleiben. Außerdem fällt es uns viel schneller von der Hand, weil die Abläufe automatisiert ausgeführt werden. Wir verhindern das ständige Verschieben von Wiederkehrenden Putzarbeiten.

 

Alternativen zu Putzroutinen und wie ich scheiterte

Bei meiner ersten Tochter hatte ich die glorreiche Idee, den Haushalt nur zu machen, wenn meine Tochter schläft. So war ich immer, wenn sie wach war für sie da und konnte die Zeit mit ihr genießen. Das lief super, meine Wohnung glänzte und ich fühlte mich wie ein Organisationstalent – bis der zweite Mittagsschlaf ausgefallen ist und sie immer mobiler wurde. Langsam kam ich ins Wanken. Der Todesschlag meines Konstrukts kam mit dem Ausbleiben des letzten Mittagsschlafs. Ich habe viele verschiedene Methoden, den Haushalt zu organisieren, ausprobiert und bin nach kurzer Zeit kläglich gescheitert. Zuerst auch bei den Putzroutinen, bis ich eine Methode gefunden habe, die für mich so super funktioniert und die jeder so einfach übernehmen kann.

Putzplan – Haushalt mit Baby einfach gemacht

Der Putzplan ist wirklich ein super Konstrukt. Jedoch für jemand wie mich, der an Aufschieberitis leidet, nicht die optimalste Lösung. Es wurden ständig Hausarbeiten auf den nächsten Tag verschoben. Außerdem bemerkte ich, dass ich mir vor lauter Aktionismus, gerne mal zu viel aufbrummte. Immer blieben Aufgaben übrig und das frustrierte mich sehr. Es gibt die ToDo-Listen Typen und es gibt die Chaoten, die mit To Do-Listen nichts anfangen können. So verhält es sich mit dem Putzplan.

Die Lösung mit Baby: Großputz – oder nicht?

Daraufhin entschied ich mich, anstatt jeden Tag irgendwelche Hausarbeiten zu erledigen, einmal die Woche einen Großputz zu veranstalten. Die Idee dahinter war, dass ich die ganze Woche meine Ruhe hatte und effektiv mehr Zeit für die Kleinen.

Jede Mutter mit Kindern, kann sich in diesem Moment vorstellen, wie unsere Wohnung nach 2 Tagen aussah und wie wir ins Schwitzen kamen, als sich unerwarteter Besuch einstellte.

 

Alles sofort erledigen – passt das besser zu mir?

Die Grundidee ist, wenn man alles sofort erledigt, dann muss man die Sachen nicht zweimal in die Hand nehmen, die Flecken trocknen nicht ein und es werden mehr anfallende Dinge angepackt.

Das stimmt auch. Jedoch war ich nur noch frustriert, weil ich nur noch am Putzen und Aufräumen war. Es gab ständig etwas zu erledigen und hinwegschauen durfte man ja nicht. Sobald jemand etwas liegen oder fallen lassen hat, sträubten sich meine Nackenhaare und ich war nur noch genervt.

Putzplan für den Haushalt mit Baby

Haushalt mit Baby – Die Mischung macht‘s

Den wöchentlichen Putzplan habe ich durch die täglichen Routinen ersetzt. Was ja im Prinzip auch nichts anderes ist als ein Putzplan, außer dass jeden Tag das Gleiche erledigt wird. Jede eins bis zwei Wochen gibt es einen Großputz bei uns. Da wird dann alles erledigt, was nicht in der täglichen Routine anfällt, wie zum Beispiel Bettzeug wechseln, ausmisten und nass wischen. Außerdem geht dieser jetzt viel schneller.
Und alles sofort erledigen, habe ich auf die Zeit meiner Putzroutine reduziert. Der Rest des Tages konzentriere ich mich nur auf meine Kinder. Natürlich wird der verschüttete Apfelsaft gleich weggewischt oder ähnliches sofort erledigt. Jedoch wenn ich zum Beispiel in meiner „Freizeit“ einen Fleck an der Küchenfront bemerke, dann bleibt er dort bis zur nächsten Putzroutine, außer ich hab gerade in dem Moment Lust ihn wegzuwischen.

 

Neue Gewohnheiten an Alte knüpfen

Mein ganz persönlicher Geheimtipp für Putzgewohnheiten.

Na ja nicht ganz! Ich hab das Rad nicht von vorne erfunden. Wahrscheinlich handhaben es viele Mamas bereits unbewusst so. Jedoch seitdem ich bewusster an die Sache rangehe, verläuft mein Tag viel strukturierter.

Dazu muss man wissen, dass jede Gewohnheit einen Trigger bzw. Auslöser benötigt. Beim Frühstücken ist es das Aufstehen, beim Zähneputzen wiederum das Frühstück. Trigger können eine bestimmte Zeit sein oder ein bestimmtes Ereignis, zum Beispiel Kinder ins Bett bringen, als Auslöser, und als anknüpfende Gewohnheit, sofort auf die Couch fallen.

Wieso nutzt man eine alte Gewohnheit, die eh jeden Tag ausgeführt wird, nicht als Auslöser für eine Neue?! Wenn man das Verstanden hat, dann ist es ein leichtes die Putzgewohnheiten einzuführen. Das ist für mich das Erfolgsrezept für alle neuen Gewohnheiten.

Meine Morgenroutine

Putzroutine Schlafzimmer

Ich stehe auf (Trigger) und mache mein Bett (Gewohnheit). Ziehe mich an (alte Gewohnheit) und räume alles auf was in meinem Schlafzimmer herumliegt (anknüpfende neue Gewohnheit). Alles was ungetragen auf dem Stuhl liegt, wird entweder in den Wäschekorb geworfen oder aufgeräumt (anknüpfende neue Gewohnheit). Während meines Rundgangs im Zimmer werden alle Oberflächen abgewischt (anknüpfende neue Gewohnheit) und das Zimmer gelüftet.

 

Putzroutine Kinderzimmer

Dann wecke ich die Große auf und gehe die Kleine anziehen. Beim Anziehen der Kleinen, mache ich das Bett und wirble einmal durch den Raum, dabei wird alles an seinen festen Platz gebracht und die Oberflächen grob abgewischt und zu guter Letzt gelüftet.

Im Anschluss schaue ich nach der Großen, ob Sie ihr Bett gemacht hat und weise sie daraufhin, was sie wegräumen soll. Wir Mamas neigen oft dazu, alles selbst machen zu wollen. Das müssen wir wirklich nicht. Die Kleinen können ruhig anpacken und sind auch ganz stolz, wenn sie die ersten Male ihr Bett selber gemacht haben. Und uns spart es schon mal ein paar Minuten.

Putzroutine Küche

Beim Vorbereiten des Frühstücks (Trigger) räume ich die Küche auf. Dabei wird die Spülmaschine entweder entleert oder befüllt. Meine alten Gewohnheiten nach dem Frühstück waren schon immer, den Tisch abzuräumen, die Teller in die Spülmaschine zu katapultieren und am Schluss abzuwischen. Neu hinzukamen, das Abwischen aller Oberflächen im Wohnzimmer, Esszimmer und Küche (wir haben eine offene Küche). In der Küche nehme ich mir gleich auch die Fronten mit vor. Es wird alles erledigt, was mir gerade in die Hände fällt. Sobald ich in meinen Flow komme, kann mich kaum etwas halten. Unser Stehstaubsauger steht auch immer parat, denn zum Schluss sauge ich durch die Küche, Wohn- und Essbereich. Das mache ich schon nach jeder Mahlzeit, ganz unbewusst.

Valentinas Tipp:

Wir haben alle Frühstücksprodukte in einer IKEA Kühlschrankkiste und können so mit einem Handgriff, alles aus dem Kühlschrank entnehmen. Kein Gesuche mehr. Beim Abräumen wird am Tisch alles wieder in die Kiste gestellt und ab in den Kühlschrank damit.

 

Putzroutine Bad

Wir putzen uns die Zähne. Gleich im Anschluss nehme ich den Lappen und wische einmal alle Oberflächen und ab und zu den Spiegel ab, danach das Waschbecken und zu guter Letzt die Toilette und räume alles an seinen Platz.

Dusche wird immer nach Gebrauch abgezogen und der Duschkopf und Regler mit einem Putzlappen abgewischt, diese Regel gilt für jeden. Die Badewanne kommt beim Großputz dran.

 

Unmöglich oder doch Möglich?

Das hört sich alles sehr aufwendig an, aber wenn man das täglich, immer im gleichen Ablauf, macht, dann ist das pro Zimmer 5 Minuten und für die Küche so ca. um die 10 Minuten. Haben wir es eilig, dann wird einfach schneller durch die Zimmer gefegt.

Wer kennt das nicht, hatten wir für ein Referat eine Woche Zeit, dann wurde dieser ganz knapp in einer Woche fertig, hatten wir einen Monat Zeit, dann wurde dieser ganz knapp in einem Monat fertig.

Oder noch besseres Beispiel, jede Hausfrau weiß, wie schnell das Haus aufgeräumt ist, wenn sich unerwarteter Besuch angekündigt hat.

Haushalt mit Baby - nur noch mit Putzplan

Meine Tagesroutine im Haushalt mit Baby

Vor dem Kochen wird wieder alles zurecht gerückt und ggf. die Spülmaschine ausgeräumt. Beim Kochen versuche ich alles gleich wegzuräumen und am Schluss über die Flächen zu wischen.

Bevor ich das Haus verlasse, um meine Kleine von der Krippe zu holen (Trigger), bringe ich den Wäschekorb runter und erledige meine Wäsche. Bei mir bleibt diese immer einen Tag in der Waschmaschine (Schande über mein Haupt).

Ich nehme die gestrige Ladung aus der Waschmaschine raus und katapultiere diese direkt für 20 Minuten in den Trockner, dabei hänge ich die getrocknete Kleidung ab und lege sie ordentlich zusammen. Anschließend sortiere ich die dreckige Wäsche. Nach ca. 12–15 Minuten hole ich, die ganz heißen Kleidungsstücke, aus dem Trockner und hänge sie ganz ordentlich auf. So spare ich mir das Bügeln. Im Sommer hänge ich die Wäsche sofort auf die Wäscheleine.

Nachdem Essen gilt der gleiche Ablauf wie nach dem Frühstück, nur das ich nicht die Oberflächen im Wohnzimmer abwische, sondern schnell durch die ganze Wohnung sauge.

Nachdem Hände waschen, wird ganz automatisch die Armatur trocken gewischt.

 

Meine Abendroutine

Bevor unsere Kinder schlafen gehen, muss gemeinschaftlich das Wohnzimmer aufgeräumt werden. Jeder räumt sein Zeug weg, in diesem Zuge muss die Große ihr Zimmer in Ordnung bringen und ich helfe der Kleinen dabei. Nachdem die Mäuse ins Bett gegangen sind, habe ich Feierabend.

Das Einzige was dann noch zu tun ist, bevor wir schlafen gehen, die Kissen und die Decken zurecht zu rücken.

Meine Wochenroutine

Einmal die Woche macht mein Mann oder ich einen Großeinkauf. Dafür erstelle ich, schon immer, einen Essensplan für die gesamte Woche und eine Einkaufsliste (alte Gewohnheit/neuer Trigger). Jetzt wische ich immer dabei, den fast leeren Kühlschrank aus. So weiß ich immer ganz genau was ich noch in meinem Kühlschrank habe und was verwertet werden muss.

Dann bringe ich einmal in der Woche die gewaschenen Wäschekörbe hoch – auch eine alte Gewohnheit. Beim Einräumen, der gewaschenen Kleidung, wird alles Unordentliche im Schrank, wieder ordentlich gemacht und zwar meistens vom Verursacher.

 

An vielen verschieden alten Gewohnheiten anknüpfen

Ich finde immer wieder ganz schnell in mein System rein. Ich stehe jeden Tag auf und mache dabei mein Bett. Ich putze mir jeden Tag die Zähne und die Oberflächen im Bad gleich mit.

Würde mein Mann heute die Kleine anziehen, fällt nur ein Trigger Punkt weg und alle anderen Gewohnheiten bleiben bestehen.

Besteht nur ein Auslöser für die gesamte Morgenroutine, komme ich ins Wanken, wenn dieser mal ausbleibt.

Zur Verdeutlichung:

Sagen wir mal, mein Trigger ist nur, dass die Kinder aus dem Haus sind. Sofort beginne ich mit meiner gesamten Putzroutine, gehe dabei systematisch vor und jeder Handgriff sitzt. Hört sich erst einmal gut an.

Jetzt sagen wir, Montag bin ich den ganzen Vormittag Helferin im Kindergarten – mein Haushalt bleibt liegen. Dienstags habe ich gleich nach dem die Kinder aus dem Haus sind, einen längeren Arzttermin – die Hausarbeiten bleiben teilweise liegen. Mittwochs kommt meine Freundin vorbei und am Donnerstag bin ich beim Frühstücken eingeladen. Es liegt auf der Hand, man kommt zu nichts, die Wohnung sieht wahrscheinlich dem entsprechend aus, selber fühlt man sich gestresst und kann die Woche gar nicht genießen.

So bleibt man routiniert – meine Tipps für den Haushalt mit Baby

Schauen wir doch jetzt, wie die Woche bei meinem Konstrukt aussehen könnte.

Am Montag, auch wenn ich im Kindergarten Helfe, werde ich zuhause frühstücken, dass bedeutet, die Morgenroutine bleibt voll und ganz bestehen. Vor dem Arztbesuch am Dienstag verhält es sich nicht anders.

Sagen wir die Freundin, am Mittwoch, kommt nach dem Frühstück, bleibt dafür länger und wir entschließen uns Pizza zu bestellen, dann habe ich meine Morgenroutine bereits erledigt und die Mittagsroutine fällt aus. Jedoch werde ich die Kinder abends so oder so schlafen legen, das bedeutet, einen Teil erledige ich am Abend und den Rest, wie gewohnt am nächsten Morgen.

Beim Frühstücken am Donnerstag, bleibt meine Morgenroutine erhalten, da die Kinder sowieso frühstücken. Diesmal esse ich nicht mit, sondern hab danach mehr Zeit im Bad, um mich mal um mich zu kümmern. Ich glaube das Beispiel verdeutlicht, dass dieses System wirklich flexibel ist.

 

Bemerkenswerte Nebenwirkungen

Man ist viel flexibler und das System passt sich an den Tagesablauf an.

Würde ich jeden Tag die Kinder in den Kindergarten bringen und dann erst mit meinem täglichen Putzplan starten, so würde ich schon ins Wanken kommen, wenn ein Kind krank zuhause bleibt. Bei meinem Konstrukt, putzen wir uns trotzdem die Zähne und die zwei Minuten danach zum Wischen, tun meinem Kind nicht weh.

 

Toll für berufstätige Mütter

Jetzt bin ich wieder berufstätig und mein System funktioniert trotzdem. Das Schöne ist, dass ich nicht den ganzen Vormittag arbeite und dann versuchen muss, gestresst, nachmittags meine ganze Hausarbeit neben den Kindern nachzuholen.

 

Meine Tipps für eure Routinen

Putzlappen sind immer griffbereit

Deponiert überall, wo ihr anfängt zu wischen, Putztücher. Da ich im Schlafzimmer anfange abzustauben, steht dort eine kleine Kiste mit Putztüchern.

Außerdem liegt immer ein Putzlappen unter dem Waschbecken bereit.

Falls ihr noch mehr Putztücher benötigt dann könnt ihr gerne Inspiration zum Selbermachen auf unsere Seite www.stramplermacher.de holen.

 

Einen Schritt nach dem Nächsten

Startet immer erst mit einer neuen Gewohnheit. Nie mit dem vollen Programm.

Ich habe mir immer zu Erst betrachtet, wo tue ich täglich das Gleiche und was ist an diesem Ort noch zu tun.

Lena Merz hat auf ihrem Blog ein ganz tolles Buch empfohlen „the one thing“, in dem Buch geht es auch über Gewohnheiten und das immer nur eine Gewohnheit eingeführt werden soll und niemals mehrere gleichzeitig.

 

Habt Geduld

Gewohnheiten brauchen Zeit. Unter anderem heißt es in dem Buch, dass im Schnitt 66 Tage benötigt werden, bis eine Gewohnheit in Fleisch und Blut übergeht. Also auf jeden Fall dranbleiben, es lohnt sich!

 

Achtsamkeit

Während ich durch den Raum fege, wie ich es gerne nenne, bin ich immer sehr achtsam was aktuell so anfällt. Ich gehe mit wachem Auge und sehr intuitiv vor. Manchmal ist das schon fast wie eine Meditation für mich.

Außerdem beschreibt das Buch „the one thing“ ganz gut, dass man sich immer auf eine Sache konzentrieren soll. Bei meiner Putzroutine konzentriere ich mich, kurze Zeit, nur auf diese, die restliche Zeit bleibt für meine Kinder. Beides erhält von mir, zu gegebener Zeit, die benötigte Aufmerksamkeit und ich fühle mich nicht mehr hin- und hergerissen. Auch das Verhältnis stimmt für mich.

Bitte seid auch sehr achtsam mit euch. Wenn ihr euch nicht gut fühlt, dann schaltet lieber einen Gang zurück. Probiert eine Gewohnheit weniger aus oder zu einer anderen Zeit. Dreh und Angelpunkt seid ihr, ihr müsst euch wohlfühlen. Die Routinen sollen euch helfen und nicht belasten.

 

Minimalismus

Ist wahrscheinlich nicht jedermanns, obwohl es im Trend liegt, aber ihr müsst euch einfach überlegen, umso mehr Deko, desto mehr müsst ihr abstauben und umso mehr Decken und Kissen ihr habt, desto mehr müsst ihr zurecht rücken.

Es sollte schon gemütlich sein, aber meiner Meinung nach, solange die Kinder klein sind, sollte es vor allem eins sein „praktisch“.

 

Weniger Konsumieren

Ich sage bewusst weniger konsumieren, anstatt radikal ausmisten. Ich mag diesen Wegwerfwahn nicht. Außerdem bringt das Ausmisten oft einen Jojo-Effekt mit sich, da der gewonnene Platz, oft unbewusst, mit neuen Sachen befüllt wird und nach zwei Monaten wird wieder ausgemistet.

Überlegt euch im Vorhinein, wenn ihr etwas wegwerft, ob ihr es wirklich nicht braucht. Versucht nichts wegzuwerfen, was ihr zu einem späteren Zeitpunkt wieder kaufen würdet. Ihr könnt kaputtes reparieren und altmodisches aufpeppen.

Außerdem kann man aus Alten, zum Wegwerfen verurteilten Sachen Neues kreieren. DIY-Anregungen erhaltet ihr regelmäßig auf unserem Blog Stramplermacher oder auf unserem Instagram-Feed. Wer nicht Selbermachen möchte, wird bei uns auch fündig, wir nähen aus eurer alten Kleidung schöne Unikate für eure Kleinen.

Doch leider kommen auch so kleine Messies, wie ich es bin, nicht ums regelmäßige Ausmisten herum. Mit vollgestopften Schränken, kann man schlecht Ordnung halten. Man verliert auch schnell den Überblick und die Sachen erhalten keinen festen Platz. Durchs Ausmisten, kann man ein Bewusstsein schaffen für Notwendige Dinge.

 

Musik oder Podcast hören erleichtern Routinen

Morgens hören wir gerne Mal Kindermusik. Mittags beim Kochen höre ich meine geliebten Podcasts, so vergeht die Zeit schneller und man erweitert nebenbei seinen Horizont. Jedoch geht das nur bei Gerichten, die man schon in- und auswendig kennt. Sonst gehen die Gerichte oft schief, weil man sich nicht aufs Rezept konzentrieren kann. Ich spreche da aus Erfahrung.

 

Legt Routinen für eure Familienmitglieder fest

Glaubt nicht, dass euer Kind auf die Idee kommt und sagt, „Mama, weißt du was ich mir überlegt habe, ich könnte immer nach dem Duschen, abziehen und den Duschkopf abwischen.“

Vergesst auch nicht eure Männer. Mein Mann packt wirklich viel mit an, jedoch muss ich ihn ab und an wieder sensibilisieren.

Bei den Kleinsten hilft es wirklich, die Abläufe zu erklären und fest zu definieren. Beispielsweise: Bitte merke dir, zum Zähneputzen gehört, die Zahnpasta zu zumachen, die Zahnbürste wegzuräumen und die Armatur abzuwischen. Durch die Verknüpfung tun sie sich wirklich leichter. Trotzdem heißt es, dran bleiben!

 

Das will ich schaffen: Meine nächsten Routinen

Ich habe noch keinen festen Ablauf für das Blumen gießen, Treppenhaus putzen, Hemden bügeln und Kleidungsstücke reparieren. Ich hätte gerne auch einen festen Auslöser für den Großputz, denn dieser wird bei uns noch gerne geschoben.

Gerade weil ich keine Putzfee bin

Ich möchte noch einmal kurz betonen, dass ich wirklich kein stark disziplinierter Mensch bin. Ich nasche gerne und meine Putzlappen und ich, brauchen regelmäßig eine Pause voneinander.

Jeder der mich kennt, weiß, dass mein Wäscheraum, früher nicht betretbar war. Wenn meine Mama wüsste, dass ich in der Regel –mein Mann ist Schichtarbeiter– jeden Tag mein Bett mache, dann würde sie das nicht glauben.

Ich bin eine detailverliebte Chaosqueen, mit dem Drang zum Perfektionismus. Nur so hab ich einen Weg gefunden, stressfrei Ordnung und System in mein Leben zu bringen. Aber das Wichtigste ist, ich bin viel ausgeglichener. Ich habe gefühlt mehr Zeit für meine Kinder.

Natürlich könnte mein Haushalt noch mehr glänzen und es ist alles andere als perfekt. Jedoch denke ich mir oft „shit happens!“, wenn die Mäuse aus dem Haus sind, wird die Welt wieder anders aussehen. Die Hauptsache ist doch, dass wir uns zuhause wohlfühlen.

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5 Kommentare
  1. Was ist das denn für eine Kühlschrankkiste von Ikea die ihr nutzt?

    Antworten
  2. Toller Artikel. Im ersten Moment dachte ich “Waaas so viel putzen? Das ist ja fast mehr als jetzt????”
    Aber wenn ich genau über diese Trigger und Routinen nachdenke, sehe ich schon, dass wir ganz automatisch ein paar Kleinigkeiten eingeführt haben, seit unsere kleine N. vor 4 Monaten mit der Beikost anfing. Essen vorbereiten- Essen- Kind waschen und “Zähne” putzen- Armaturen wischen(das machen wir irgendwie schon immer)- Kind Anziehen- Frühstückstisch abräumen und putzen. Sprich es wäre eigentlich kaum ein Mehraufwand das Putzen nach und nach etwas auszudehnen.

    Ich hab nämlich 8 von 10 Schläfchen das Problem, dass ich entweder nicht aufstehen darf oder sie nach 10 Minuten wieder wach ist und dann war’s das mit Putzen ????????

    Danke, für die tollen Tipps und deine Offenheit darüber, dass es noch mehr Mamis gibt die ihren Großputz immer wieder verschieben ????
    LG Nicole

    Antworten
  3. Vielen Dank für deinen Post. Ich habe einen kleinen Süßen von 7 Monaten, der eigentlich nur seine Tagesschläfchen an oder mit mir macht. Sonst wacht er nach kurzer Zeit auf. Dementsprechend komme ich eigentlich nur Abends oder am Wochenende mit meinem Mann zum Putzen und Aufräumen. Deine Trigger sind gute Ideen, die ich bestimmt auch bei uns in den Alltag einbauen kann.

    Antworten
  4. Das hört sich wirklich interessant an. Ich habe schon immer einen Putzplan/Putztoutine, aber in letzter Zeit wird es immer schwerer, da mein kleiner gerade kaum alleine gelassen werden kann/möchte. Vielleicht muss ich einfach meine Routinen ändern und einen anderen Weg probieren..

    Mich würde interessieren was bei dir alles zum ‚Großputz‘ gehört.

    Antworten
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