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(Anzeige) Mehr Pflege-Kraft - Warum wir uns als Pflegekraft an der Kampagne des Bundesministeriums für Gesundheit beteiligen müsse! Mehr Wertschätzung, bessere Arbeitsbedingungen, bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Pflegeberufe!

[Anzeige] Warum mehr Pflege-Kraft so wichtig ist und meine Kraft aktuell nicht ausreicht

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Hallo!

Seit 2016 gibt es für uns kein schönes Thema als die breifreie Beikost – wir lieben es, für dich nährstoffreiche und zuckerfreie Rezepte für die ganze Familie zu entwickeln und dir mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. 

Mehr über uns

Heute geht es nicht um das Thema gesunde Baby- und Familienkost, sondern um ein anderes Herzensthema von mir. Denn wie du vielleicht weißt, bin ich ausgebildete Gesundheits- und Krankenpflegerin (Krankenschwester) und habe vor meiner Selbstständigkeit einige Jahre sehr gerne und engagiert in diesem Beruf gearbeitet.

Ich nehme daher an der Kampagne des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) „Mehr Pflege-Kraft“ teil.

(Anzeige) Mehr Pflege-Kraft: eine Kampagne des Bundesministeriums für Gesundheit für mehr Wertschätzung und bessere Arbeitsbedingungen im Pflegeberuf

Außerdem möchte ich dich (wenn du aus der Pflege kommst) dazu aufrufen, deine persönliche Geschichte zu erzählen und an der Kampagne „Mehr Pflege-Kraft“ des BMGs teilzunehmen! Es geht aber nicht nur um deine persönliche Geschichte, sondern viel mehr darum, zusammen Ideen zu entwickeln, wie man etwas verbessern kann. Und das finde ich das Tolle: Wir werden gehört und dürfen konkrete Umsetzungsvorschläge machen. Dafür wurde die Website mehr-pflegekraft.de eingerichtet. Teile dort deine Erfahrungen aber auch Ideen und Anregungen, um so dafür zu sorgen, dass deine Stimme gehört wird. Schreibe: “Was bringt dir wirklich mehr Pflege-Kraft?”. Schritt für Schritt soll die Pflege in Deutschland verbessert werden. Verbesserungen in den Arbeitsbedingungen und Rahmenbedingungen müssen stattfinden. Es muss sich etwas an der Wertschätzung von Pflegeberufen verändern. Und davon können wir Teil sein, nämlich indem wir nicht nur auf die Missstände aufmerksam machen, sondern eben auch unsere eigenen Ideen und Vorschläge einbringen.

 

Bundesministerium für Gesundheit: Mehr Pflege-Kraft - wie die Pflegeberufe gestärkt werden sollen - Mach mich und werde laut für die Pflege.

 

Mein Lebenslauf – wie ich dazu kam Krankenschwester zu werden

Keine Sorge, ich fange jetzt nicht in der Grundschule an und erzähle dir, was ich in den letzte fast 30 Jahren alles gemacht und gelernt habe. Ich möchte dir nur einen kurzen Einblick in meine Berufslaufbahn geben. Ich habe mich nach dem Abi mehr aus Unschlüssigkeit heraus für ein Freiwilliges Soziales Jahr beworben und dieses in einer Langzeit-Rehaeinrichtung für psychisch kranke und seelisch behinderte Menschen absolviert. Mein Wunsch war es, mit psychisch kranken Menschen zu arbeiten und im Laufe des Jahres wurde klar, dass dies mein Beruf werden sollte. Im Anschluss wurde ich also Krankenschwester, meine Ausbildung macht ich mit psychiatrischem Schwerpunkt und arbeitete danach auch einige Zeit auf einer geschlossenen akutpsychiatrischen Station. Bevor ich dann beschloss einen Bachelorstudiengang für Management im Gesundheitswesen an der Fachhochschule in Frankfurt zu belegen. Dann konnte ich aus Gründen der Dienstplanung leider nicht mehr dort bleiben und landete in der ambulanten Pflege. Dort blieb ich auch nach dem Studium, erst in der direkten Pflege – ich versorgte vor allem ältere Menschen zuhause – und dann viel im Büro. Zwischendrin (während dem Bachelor) bekam ich unsere erste Tochter und dann vor etwas mehr als einem Jahr unsere zweite Tochter. Ich ging zwischendrin immer wieder zurück und arbeitete Teilzeit weiter.

 

Warum die Pflege-Kraft der einzelnen Pflegekräfte nicht mehr ausreicht

Das klingt alles recht entspannt, geradlinig und vielleicht sogar familienfreundlich. Ist es aber nicht! Warum ich jetzt nicht mehr in der Pflege arbeite? Ich habe eine Pause gebraucht. Ich habe mich erschöpft gefühlt. Ich habe das Gefühl gehabt, dass meine Kraft nicht mehr ausreicht. Die Arbeitsbedingungen waren alles andere als angenehm, entspannt oder familienfreundlich. Geht es nur mir so? Nein, sicher nicht! Wenn ich mich mit ehemaligen Kolleginnen treffe oder mit meinen zwei Freundinnen, die aktuell noch in der Pflege arbeiten spreche, dann sagen die etwa das gleiche und fühlen sich hilflos.

Zu wenig Pflege-Kraft

„Es gibt immer viel zu viel zu tun. Ich mache keine Pause, ich mache fast jeden Tag Überstunden und komme doch nicht mit der Arbeit hinterher. Wir sind chronisch unterbesetzt und völlig überbelegt. Es sind immer zu viele Patienten da, denen ich überhaupt nicht gerecht werden kann. Es bleibt kaum Zeit für Menschlichkeit und Zeit sich mal wirklich um jemanden zu kümmern. Ich bin die ganze Zeit nur am Rennen und total gestresst. Ich hetzte von einem zum anderen und weiß gar nicht, zu welcher Klingel ich zuerst gehen oder welche Aufgaben ich zuerst erfüllen soll. Der Stellenschlüssel hilft da auch nicht weiter. Wir haben schon ein Überlastungsanzeige nach der anderen geschrieben, aber es passiert einfach nichts. Ich bin müde. Ich bin unzufrieden. Ich bin ausgebrannt. Ich habe keine Kraft mehr und komme täglich an meine Grenzen. Körperlich und psychisch. Ich kann die Pflege, die ich leiste nicht mehr verantworten. Und ich will das auch nicht mehr. Ich möchte nicht mehr in diesem Beruf bleiben. Wer schaut denn nach mir? Der Schichtdienst, die langen Arbeitszeiten ohne Pause. Manchmal gehe ich in 8 Stunden nicht einmal auf Toilette, vergesse zu trinken und habe kaum Zeit in mein Brötchen zu beißen. Der Schichtdienst tut mir nicht gut und ich fühle mich kraftlos.“

Ich denke, dass es einigen Menschen, die in der (stationären) Pflege arbeiten so geht. Und das die Menschen, die im Krankenhaus sind, sei es zu Besuch oder selbst im Krankenbett, genau das auch spüren. Es ist keine Zeit für ihre Bedürfnisse, es schaut keiner nach ihnen, keiner kümmert sich und wenn man niemanden hat, der zu Besuch kommt und bei der Pflege mithilft, dann ist man aufgeschmissen.

 

Warum ich keine Pflege-Kraft mehr habe?

Ich habe mir ganz zu Beginn der Ausbildung geschworen, immer so zu pflegen, wie ich auch gepflegt werden möchte. Ich bin jedem Menschen so begegnet, wie ich mir gewünscht hätte, dass man mir in so einer Ausnahmesituation begegnet. Egal ob psychische oder somatischer Erkrankung, in dem Moment, in dem jemand im Krankenhaus ist oder Pflege benötigt, braucht er oder sie Unterstützung durch eine (teilweise völlig fremde) andere Person, die teilweise so sehr in die Privat- und Intimsphäre eingreift, dass es meiner Meinung nach unbedingt sein MUSS, dass das mit ganz viel Feingefühl und Respekt passiert. Und das braucht eben Zeit und kann nicht nur eben mal schnell im Vorbeirennen erledigt werden. Und genau das war es, was mich dazu gebracht hat, meinen Beruf zu verlassen. Ist es nur eine Pause? Oder für immer? Ganz ehrlich, ich weiß es nicht. Ich weiß nicht, ob meine Pflege-Kraft irgendwann wieder da ist und ich zurück kommen möchte. Spaß gemacht hat mir meine Arbeit. Ich habe es sehr geliebt, andere Menschen zu unterstützen, zu pflegen und da zu sein. Egal ob die körperliche Pflege, Begleitung im Alltag oder die Gespräche, das Dasein und Zuhören.

 

Ideen für mehr Pflege-Kraft

Aber ich denke, dass sich einiges verändern muss, dafür, dass Pflegekräfte in ihrem Beruf bleiben und nicht nach jedem Dienst völlig erschöpft nach Hause kommen. Es muss etwas passieren  im Großen – in der Politik. Die Rahmenbedingungen müssen sich ändern und verbessert werden. Aber es muss sich auch etwas ändern im Kleinen – Geschäftsführungen und Stationsleitungen müssen offen sein für Anregungen der Mitarbeiter und gemeinsam positive Veränderungen schaffen. Damit alle gesund bleiben und genug Pflege-Kraft da ist.

Mehr Pflege-KRaft eine Kampagne des Bundesminsteriums für Gesundheit - Bachelorarbeit einer Krankenschwester zum Thema betriebliche Gesundheitsförderung in der ambulanten Pflege

Meine Bachelorarbeit habe ich übrigens zum Thema der betrieblichen Gesundheitsförderung in der ambulanten Pflege geschrieben und nach Ideen gesucht, die dazu führen, dass Pflegekräfte gesund und im Beruf bleiben. Der Titel meiner Bachelorarbeit lautet: “Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) in der ambulanten Pflege: Spezifika bei der Umsetzung von Maßnahmen der BGF.” Wenn du Interesse hast mal reinzulesen, schick gerne eine Mail, dann lass ich dir meine Arbeit zukommen. Es sind darin neben der Theorie auch Ideen zu konkreten verhalten- und verhältnisorientierten Maßnahmen zusammengefasst.

Bachelorarbeit zum Thema betriebliche Gesundheitsförderung in der ambulanten Pflege

Bachelorarbeit zum Thema betriebliche Gesundheitsförderung in der ambulanten Pflege

Das sind meine konkreten Ideen:

  • Mehr Kommunikation im Unternehmen. Oft war es bei mir in der Vergangenheit so, dass jeder sehr gestresst war und durch die kurze abgestimmte Zeit mit den Patienten dann kaum mehr Austausch mit den Kollegen blieb. Dadurch, dass mehr Stellen geschaffen und besetzt werden, sollte man von Anfang an auch Zeit einbauen, um aktiv im Kollegenkreis zu kommunizieren. Sich über stressige Situationen austauschen und Tipps für anspruchsvolle Patienten geben. Vermieden wird so: Ärger über Kollegen und Hinterlassenschaften. Wie in jedem Lebensbereich ist Kommunikation oft der Schlüssel.
  • Zuverlässige Unterstützung bei Krankheit etc. Das heißt für mich, von Anfang an eine Back-Up-Person einbauen, die nicht nur auf Rufbereitschaft ist, sondern aktiv hilft. Und wenn es nur zur Unterstützung der an diesem Tag arbeitenden Kollegen ist. Ich möchte nicht den Sonntag von jemand zerstören, nur weil meine Tochter Halsweh hat. Ein höherer Personalschlüssel mit Zulagen für Wochenendarbeit würden die Arbeit am Wochenende verschönern.
  • Aktive Feedbacks von Vorgesetzten und auch von Patienten. In der ambulanten Pflege ist es durchaus auch möglich, die Patienten zu befragt, um kleine entscheidende Verbesserungen umzusetzen. Das können Kleinigkeiten sein, wie z.B. Feedback zu Pflegeutensilien, Medikamenten etc. Und gerade von meinen Vorgesetzten erwarte ich, dass es Mitarbeitergespräche und Optionen für Fortbildungen und Feedback gibt.
  • Besonders wünschenswert wäre es, wenn Altenpfleger auch nach Tarif bezahlt werden. Weniger Altenpflegeeinrichtungen aus privater Hand mit teils ausbeuterischen Zuständen, hin zu Tarifverträgen.
  • Als letzten Wunsch ist es mir wichtig, dass die beschlossenen Maßnahmen nicht nur den Einstieg erleichtern, sondern sich durch das ganze Berufsleben ziehen. Meine Idee ist es, durch ausgeklügelte Dienstpläne älteren Pflegenden oder Schwangeren (ja, ich habe auch in meiner Schwangerschaft gearbeitet) keine schweren Patienten zuzuweisen. Hier soll nicht immer der leichteste Weg gegangen werden – gerade mit den Möglichkeiten, die Software-Programme und bieten, kann man in Punkto Dienstplan und Fahrplan der mobilen Pflege sehr viel ändern.

Ideen der Bundesregierung für mehr Pflege-Kraft

Auch die Bundesregierung erkennt mit dieser Kampagne an, dass mehr getan werden muss. Es arbeiten hier in Deutschland mehr als 1 Millionen Menschen in der Pflege und leisten professionelle Pflege. Es ist von so großer Wichtigkeit, dass weitere Verbesserungen der Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen geschaffen werden. Das Pflege-Stärkungsgesetz und die Modernisierung der Ausbildung sind noch nicht genug. Es muss sich im praktischen Arbeitsalltag etwas ändern. Auf der Station, im ambulanten Pflegedienst müssen ganz konkret Ideen um- und Maßnahmen eingesetzt werden, die helfen, dass es den einzelnen Pflegepersonen gut geht. Die Personalsituation muss sich verbessern, damit wieder mehr Pflege-Kraft da sein kann. Es sollen wieder mehr Menschen in der Pflege arbeiten, dazu wurde bereits die Ausbildung verbessert und zusätzliche Stellen geschaffen. Das soll nur der Anfang sein.

Die Bundesregierung hat in ihrer Strategie für die Pflege hierfür 5 Schritte verabschiedet:

  1. Mehr Unterstützung für Pflegebedürftige & Angehörige (Pflegestärkungsgesetz)
  2. Ausbildung verbessern (Pflegeberufegesetz)
  3. Stellen schaffen (Sofortprogramm Pflege)
  4. Stellen besetzen (Konzertierte Aktion Pflege)
  5. Standards definieren (Personaluntergrenzen)

Sind dir diese Veränderungen schon bekannt, bzw. hast du davon etwas gespürt in deinem Pflegeberuf?

Deine Ideen und Vorschläge für mehr Pflege-Kraft

Wie werden Themen wie betriebliche Gesundheitsförderung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder neue Arbeitszeitmodelle bei dir auf der Arbeit behandelt?

Welche Ideen habt ihr als Team schon umgesetzt? Was hat dir für mehr Pflege-Kraft geholfen? Nimm gerne an der Kampagne des Bundesministeriums für Gesundheit teil!

 

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2 Kommentare
  1. Der Mangel von Arbeitskräften in der Pflege wird nur behoben werden können, wenn beim Personalschlüssel zum Beispiel berücksichtigt wird, dass im Umgang mit pflegebedürftigen Menschen Arbeiten auch in Urlaubs- und Krankheitsphasen nichts aufgeschoben werden können. Außerdem müssen Menschen in Pflegeeinrichtungen rund um die Uhr betreut werden .Menschen sind keine Akten, die ich auch später aufarbeiten kann. Durch diese Tatsache entstehen bei Ausfällen von Mitarbeitern nicht schließbare Lücken, die nur durch Überlastung der verbliebenen Kollegen/innen ausgeglichen wird. Dies führt dann unweigerlich in einen Teufelskreis aus Überlastung und Krankheit.
    Außerdem wird der Fachkräftemangel nur behoben werden können, wenn Fachkräfte in der Pflege deutlich mehr verdienen, als nicht ausgebildete Hilfskräfte. Habe schon oft von jungen Mitarbeitern gehört, dass sie keine dreijährige Ausbildung mit geringerem Verdienst auf sich nehmen, um danach nur geringfügig besser bezahlt zu werden.

    Antworten
  2. Danke Danke für diesen tollen und wertvollen Beitrag!! Bin eigentlich wegen was anderem auf der Seite gelandet und habe dann diesen Blogeintrag gelesen.
    Ich arbeite in der Schweiz ind er Pflege in einem Akutspital. Ich liebe meinen Job und gehe jetzt dann wieder zurück. Ich frage mich wie es dann gehen wird mit Baby und Arbeit, aber versuchen kann man es ja. In Der Schweiz sind wir zum Glück noch ein wenig besser gestellt als in Deutschland. Aber auch hier wird es immer enger mit dem Personal und mehr Arbeit kommt auf uns zu. Ich möchte eigentlich wirklich ungern aufhören mit meinem Job, aber manchmal frage ich mich (schon ohne Kind) wie zur Hölle soll ich dies alles bewältigen?! Besser wird es sicher nicht, aber schauen wir mal.

    Antworten
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