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Happy Mat mit Babyessen - Fingerfood und warum Babybrei nicht baby-led weaning ist

Babybrei ist nicht baby-led weaning – ein Gastbeitrag von Alice

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Hallo!

Seit 2016 gibt es für uns kein schönes Thema als die breifreie Beikost – wir lieben es, für dich nährstoffreiche und zuckerfreie Rezepte für die ganze Familie zu entwickeln und dir mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. 

Mehr über uns

Wir freuen uns sehr, heute Alice wieder einmal als Gastautorin auf dem Blog zu haben. Sie kennt sich wirklich so gut mit baby-led weaning aus, so das wir immer wieder von ihr inspiriert werden und sie findet so oft die richtigen Worte. Heute schreibt sie zum Thema, warum der klassische Babybrei nicht baby-led weaning ist. Alice und ihre tolle Rezeptesammlung haben wir schon in mehreren Beiträgen ausführlich vorgestellt und empfehlen sie auch immer wieder sehr gerne.

Happy Mat mit Babyessen - Fingerfood und warum Babybrei nicht baby-led weaning ist

Warum Babybrei nicht BLW ist, es keine Mischform aus Brei und BLW gibt und warum das am Ende völlig egal ist …

In etlichen Facebookforen stolpert man regelmäßig über die Grundsatzdiskussion, ob BLW nun Brei ausschließt oder nicht. Dazu Aussagen wie „wir geben mittags und abends Brei, morgens gibt es BLW“ lassen die Frage aufkommen, ob Brei nun eigentlich BLW ist oder nicht. Meine ganz persönliche Meinung ist da ganz klar, BLW schließt – für mich – den klassischen Babybrei aus.

Getreidestangen fürs Baby - und warum Babybrei nicht BLW ist

Denn was genau ist eigentlich BLW?

Baby-led weaning heißt übersetzt, vom Baby geleitetes Abstillen und beschreibt den natürlichen Weg, wie sich ein Säugling, der Muttermilch (alternativ Pre-Milch) bekommt, zum am Familientisch essenden Kleinkind entwickelt. Dieser Weg erfolgt selbstbestimmt, nach dem Tempo (Interesse, Entwicklung etc.) des Babys und hat – im Gegensatz zu der in Deutschland vorherrschenden Meinung – jede Menge Zeit. Die WHO empfiehlt, bis zum 6. Monat voll zu stillen und Beikost bis zum 2. Lebensjahr einzuführen. Darüber hinaus darf weiterhin gestillt werden, solange es für das Kind notwendig ist.

Warum sich für mich bei diesem natürlichen Beikostweg Babybrei ausschließt, hat mehrere Gründe. Zum einen beginnt das Interesse der Kleinen an dem was wir so essen damit, uns genau zu beobachten. Was genau machen Mama und Papa am Tisch, was steht auf dem Tisch, wie schaut das aus, wie riecht es, wie wird das Essen zum Mund geführt, gekaut, geschluckt? Die natürliche Schlussfolgerung ist ganz einfach – wenn Babys bereit für Beikost sind, dann sollen und wollen sie am Familientisch zugreifen. Mit einem frischen, gesunden Familientisch ist genau das möglich. Babygerecht interpretiert können die Kleinen Lebensmittel in ihrer ursprünglichen Form erkunden, entdecken, ertasten, erfühlen und erschmecken – mit Babybrei ist das nicht möglich.

Zum anderen ist ein Baby, das beikostreif ist, in der Lage, sich Essen zum Mund zu führen, Stückchen im Mund hin und her zu bewegen und zu schlucken. Kann es das noch nicht und kann nur flüssige Nahrung bewältigen, dann sollte es diese auch bekommen – in Form von Milch. Es ist nicht nötig, flüssige Nahrung, welche nährstoffreich ist, gut bekömmlich ist und alles bietet, was ein Baby für seine Entwicklung braucht, mit einer anderer weniger nährstoffreichen, flüssigen Nahrung auszutauschen – dieser Sinn erschließt sich mir persönlich nicht.

Happy Mat mit Babysuppe und Brotstick - warum Babybrei nicht baby-led weaning ist

Warum Beikost  BEIkost ist

Wenn man Beikost wörtlich nimmt, und das kann man, ist Beikost genau das – BEIkost. Keine Anstattkost wie es durch die Breipläne vorgegeben wird, sondern Kost, welche nebenbei, also parallel zur Milch, eingeführt wird. Mit Babybrei wird meist recht schnell Milch ersetzt, womit das ursprüngliche Wort an Bedeutung verliert. Dank BLW kann Beikost wieder Beikost sein. Denn durch selbstbestimmtes selber Essen landen in Babys Magen nur kleine Mengen und das steigert sich nach und nach, was eine schonende Umstellung mit sich bringt.

 

Zum Schluss möchte ich das „Hauptargument“ aufgreifen, welches oft in den oben genannten Diskussionen angebracht wird. „Ich kann Brei doch auch selbst essen lassen, somit schließt BLW Brei nicht aus“. Ja, das kann man natürlich machen. Die Frage ist nur, was die Kleinen davon haben. Wenn ich einem 6 Monate altem Baby eine Schüssel Brei hinstelle, können wir uns das Bild was entsteht sicherlich vorstellen. Das mag sich auf Fotos gut machen und lustig aussehen, mit dem Einführen von Beikost hat das aber wenig zu tun. Weder kann ein Baby so das Lebensmittel in seiner ursprünglichen Form kennenlernen, noch lernt es Konsistenzen im Mund hin und her zu bewegen, noch ist es Teil des Familientisches.  Es gibt eine riesige Sauerei und das Aufräumen danach macht weder Spaß noch halte ich es für sinnvoll, Lebensmittel nur zu verarbeiten, um sie danach von Minis Haaren, Kleidung und vom Fußboden zu wischen. Breiige Konsistenzen machen erst dann Sinn, wenn sich die Kleinen eine gewisse Grundfertigkeit angeeignet haben und mit Löffel oder Brotstangen in der Lage sind, Kartoffelpüree oder cremige Suppen aufzunehmen.

 

Mein Tipp zu baby-led weaning

Mein Rat an euch: Lasst euch nicht verunsichern. Nicht von Ärzten, die voreingenommen einen zu frühen Beikoststart empfehlen, welcher dann nur in Form von Brei möglich ist, noch von gut gemeinten Ratschlägen von Freunden und Verwandten. Jeder kann und darf den Weg gehen, den er für sich und seine Familie als gut und richtig empfindet. Ein Breibeikostweg kann durchaus liebevoll und selbstbestimmt erfolgen, wartet die Beikostreife eures Baby ab und nehmt es dennoch zu euren Mahlzeiten mit an den Tisch. Kein Baby möchte alleine für sich essen, sondern lernt bei jeder Mahlzeit, wenn es euch beobachten darf. Achtet beim Füttern auf die Signale, Milch sollte weiterhin nach Bedarf gegeben werden, und es besteht keine Eile, ein Baby mit Brei schnell satt zu bekommen.

 

Entscheidet ihr euch für den Breibeikostweg und bietet euren Kleinen ab und an etwas Fingerfood an, dann habt Verständnis, dass der Lernprozess etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen kann. Und wenn ihr euer Baby ab Beikostreife am Familientisch teilnehmen lasst, dann habt ihr euch für BLW entschieden – den breifreien Beikostweg.

Babybrei ist nicht Baby-led weaning - Suppe fürs Baby

 

Danke liebe Alice für deine Worte über Brei, breifrei und Blw und Fingerfood für Babys.

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6 Kommentare
  1. Das Thema brannte mir schon lange auf der Seele – toll, dass ich es bei euch veröffentlichen durfte!

    Antworten
  2. Netter Kommentar. Aber halt wirklich nur ein Kommentar. Mir fehlen wie so oft im Netz ordentliche Quellenangabe zu manchen Behauptungen und Äußerungen, auch wenn sie noch so wichtig sind.
    Einen Weg zum Essen wird es immer geben, egal ob mit Brei oder “ganz richtigem BLW”. Solange es Muttee und skins gut geht, es ausgewogen ernährt wird ist es doch egal welchen Namen man irgendeiner Ernährungsweise gibt. 🙂

    Antworten
    • Liebe Felizie, danke für deinen Kommentar. Welche Behauptung oder Äußerung hättest du denn gern durch eine Quelle bestätigt? Und welche Quelle würdest du ernst nehmen, bzw. wem weißt du die Expertise zu? Wir finden, eine Mama wie Alice, die sich seit 4 Jahren mit BLW beschätigt, ist die beste Primärquelle, die es gibt.
      Deshalb können wir deinen Kommentar auch nicht hundertprozentig nachvollziehen, da wir nicht wissen, ob du nun einen Quelle zur DGE willst, zu einem Lebensmittelkonzern oder einem Ministerium? Oder vielleicht zu einer Studie? Denn wer sagt, das diese Quelle qualifiziert ist und wieso? Schließlich handelt es sich bei der Behauptung BLW ist kein Babybrei nicht um etwas ausgedachtes, sondern etwas, dass der Bedeutung von BLW zugrundeliegt.
      Liebe Grüße,
      Lena

      Antworten
  3. “Ein Breibeikostweg kann durchaus liebevoll und selbstbestimmt erfolgen…”

    Das ist ja nett von Dir, dass du Eltern die sich dafür entscheiden, Ihrem Kind Brei zu geben zugestehst dies durchaus auch liebevoll zu können…??
    BLW ist sicherlich eine nette Methode das Baby aktiv ins Familienleben mit einzubeziehen- aber ihr solltet aufpassen, dass ihr Eltern die Dinge anders machen nicht mit einer solchen Arroganz gegenüber tretet…Am Ende geht es lediglich um Nahrungsaufnahme und ein Baby bleibt ein Baby für welches seine Eltern hoffentlich nur das beste wollen. Ihr solltet aufpassen Eltern nicht zu verunsichern und Babys zu überfordern in dem ihr das Gefühl vermittelt alles andere sei weniger wert…denn das schwingt dabei durchaus mit. Wir mögen BLW aber für uns ist es ein Weg unter vielen den man auch gut kombinieren kann- und wenn unterwegs das Gläschen praktischer, warum nicht? Mit vier Kindern lernt man so einiges kennen!Bei der Wortwahl bekommt man ja direkt das Gefühl, man begeht eine Totsünde und hat eine schlechtere Beziehung zu seinem Kind…
    Bitte seit achtsamer!

    Antworten
    • Liebe Maria,
      ich denke nicht, dass Alice mit dem was so geschrieben hat anderen Eltern Arroganz gegenüber bringen wollte. Ich habe sie als sehr liebenswert und respektvoll kennengelernt. Vielleicht hast du das anders aufgesfasst, als sie es meint. Es kommt ja auch immer ein bisschen darauf an, was jeder Leser/jede Leserin vielleicht zwischen den Zeilen liest. Ja, wir sind große Befürworter von BLW und dem Familientisch und sehen darin viele Vorteile. Wir schreiben aber keinenfalls anderen Menschen vor, wie sie ihr Leben leben sollen oder mit ihren Kindern umzugehen haben. Alles, was hier auf dem Blog erscheint ist unsere Meinung und eben eine Sichtweise der Dinge, die wir für gut heißen. Natürlich akzeptieren und respektieren wir auch anderen Meinungen/Lebensstile/Beikostwege.
      Liebe Grüße annina

      Antworten
    • Hallo Maria,

      das kommt wohl auch ein bisschen darauf an, wie man manches auffassen möchte und verstehen will 🙂 Das ist das Problem, wenn etwas nicht persönlich erklärt wird, sondern schriftlich. Wie ein Bericht aufgefasst wird, kann der Autor nur schwer bestimmen, auch wenn er es noch so nett meint und neutral schreiben möchte.
      Ich kann deiner Empfindung zb nicht zustimmen. Es ging ja nur darum, was BLW ist und BLW ist eben Breifrei. Es ist eher einer Begriffserklärung aus meiner Sicht und kein “BLW ist viel besser als Brei”-Bericht.

      Liebe Grüße
      Simone

      Antworten
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