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Baby kann ohne Zähne essen

Essen ohne Zähne – warum baby-led weaning auch ohne Zähne funktioniert

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Hallo!

Seit 2016 gibt es für uns kein schönes Thema als die breifreie Beikost – wir lieben es, für dich nährstoffreiche und zuckerfreie Rezepte für die ganze Familie zu entwickeln und dir mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. 

Mehr über uns

Eine Frage, die uns immer wieder erreicht und auch in baby-led weaning Gruppen gestellt wird, ist die, ob das Baby denn ohne Zähne schon essen könnte. Die wollen wir hier ganz klar mit “Ja” beantworten. Aber lieber nochmal von Anfang und mit etwas Hintergrund, so dass auch du dir sicher sein kannst, dass dein Baby – ganz zahnlos – trotzdem schon bereit ist für die breifreie Beikost.

 

Kann ein Baby ohne Zähne essen?

Baby Essen ohne Zähne

Ab wann ein Baby mit Beikost beginnen kann, ist ziemlich genau durch die Beikostreifezeichen festgelegt. Daran kannst du dich wunderbar orientieren, wenn es darum geht, ob dein Baby schon bereit ist, für seine erste Mahlzeit abseits der Muttermilch bzw. Premilch. Ob dein Baby schon Zähne hat, gehört definitiv nicht dazu. Denn dein Baby hat Kauleisten und diese haben dieselbe Muskelkraft im Kiefer, wie später auch die Zähne. Vielleicht hat dein Baby dich beim Stillen schon mal mit seinen Kauleisten „gebissen“ – dann wirst du sicher wissen, wie weh das tut und wie viel Kraft dahintersteckt. Die harten Kauleisten können schon sehr viel. Was sie nicht können ist z.B. kleine, gezielte Stücke abbeißen. Sobald die Schneidezähne wachsen funktioniert auch das. Bei baby-led weaning geht es aber am Anfang erstmal darum, dass dein Baby das Essen kennenlernt, es anfasst und zum Mund führt, dass Gurke, Karotte oder Apfel eingespeichelt werden und so der Geschmack kennengelernt werden darf. Zum Abbeißen bleibt später noch genug Zeit.

 

Essen ohne Zähne ist gar nicht schwer - Babys können ohne Zähne essen

Baby Brot essen ohne Zähne

 

Ein weit verbreiteter Irrglaube ist ja, dass Babys deshalb Brei bekommen, weil sie noch keine Zähne haben. Aber selbst Brot können kleine Babys schon „essen“ wenn noch kein einziger Zahn vorhanden ist. Genau wie andere Lebensmittel auch, wird das Brot erstmal sehr gut eingespeichelt und so weich genug gemacht, um es mit Kauleisten und Gaumen zerdrücken zu können. Wichtig dabei zu wissen ist auch, dass in den ersten 1-2 Monaten der Beikost kaum wirklich schon Nahrung im Magen landet. Der Fußboden, der Tisch und das Lätzchen bekommen deutlich mehr ab.

Und keine Angst vor dem Verschlucken! Der Zungenstoßreflex hilft, dass dies nicht passiert.


 

 

Was kann Baby ohne Zähne essen

 

Ohne Zähne kann dein Baby alles essen, was sich sowieso für den Beikoststart empfiehlt. Das sind zum Beispiel gedünstetes Obst und Gemüse, wie Karotte, Zucchini, Kürbis, Apfel, Birne oder Banane. Auch dicke, gut zu greifende, weich gekochte Nudeln oder Kartoffeln kann es wunderbar ohne Zähne essen. Was ebenfalls super funktioniert sind Fleischstücke, da hier zu Beginn eh nur der Fleischsaft ausgesaugt wird. Auch weiches Brot, Babykekse und z. B. unsere Milchreisschnitten können ganz wunderbar ohne Zähne gegessen werden.

Baby kann ohne Zähne essen

Wie essen ohne Zähne

 

Wie oben schon beschrieben, besteht das Essen beim BLW-Baby nicht sofort aus Kauen und Schlucken. Auch beim Breibaby gibt es kein Kauen, sondern ihm wird das Schlucken antrainiert. Kaubewegungen setzen beim baby-led weaning baby deutlich früher ein, als beim Breibaby. Sie können nämlich frei mit dem Essen experimentieren und so ihre Mundmotorik schulen. Am Anfang wird das Essen am Gaumen und mit den Kauleisten zerdrückt. Selbst Babys, die mit Beikostreife schon 3 oder 4 Zähne haben, „kauen“ noch nicht. Das richtige Kauen entwickelt sich erst während des zweiten Lebensjahres, dann, wenn die Backenzähne hinzukommen bzw. beide Backenzahnpaare da sind. Nicht umsonst werden Blattsalat, Paprika oder ganze Getreidekörner erst dann gegessen, wenn die Backenzähne hinzukommen. Die Backenzähne werden eben genau dafür benötigt: Für das Zerkleinern von festeren Zellstrukturen.

Wusstest du eigentlich, dass wir durch langsames und ausgedehntes Kauen schneller satt werden?!

Was dürfen Babys ohne Zähne essen

 

Wie oben schon beschrieben, dürfen Babys ohne Zähne all das essen, was sich sowieso für den Beikoststart eignet. Das kannst du bei uns im Artikel „Das solltest du für den Beikoststart zuhause haben“ und in unseren „Obst für Einsteiger“ und „Gemüse für Einsteiger“ nachlesen. Außerdem wollen wir dir gerne noch erzählen, wie wichtig es ist, im ersten Lebensjahr nichts mit Zucker zu geben, denn sobald der erste Zahn da ist, sollte man sich auch Gedanken um Karies machen. Neben dem Zähneputzen ist das Einspeicheln mit gesundem, unverdünntem Speichel einer der wichtigsten Faktoren für eine gute Zahngesundheit. Putzen sollte man also ab dem ersten Zahn. Der Speichel braucht ca. 20 Minuten, um nach einer Mahlzeit wieder seine volle Schutzwirkung zu entfalten. Beikostexpertin Tatje Bartig-Prang empfiehlt deshalb auch, dass man seine Kinder nicht dauerhaft an einer Flasche oder einem Trinklernbecher nuckeln und trinken lassen sollte. Auch, wenn darin nur Wasser enthalten ist, beeinflusst das den gesunden Speichel.

Baby essen ohne Zähne

Wie ihr seht, müsst ihr euch absolut keine Gedanken machen, dass eure Babys noch keine Zähne haben. Das zählt ganz sicher nicht zu den Reifezeichen und selbst wenn noch absolut nichts von den Beißerchen zu sehen ist, kannst du getrost mit der Beikost starten.

 

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15 Kommentare
  1. Hallo,

    Meine kleine ist 9 Monate alt und hat noch gar keine Zähne. Sie mag auch nicht gerne Brei isst davon nur paar Löffel. Ich habe überlegt, ob BWL eingeführt werden kann, vllt hat sie so mehr Lust am Essen. Jetzt ist aber auch schon mal die Situation vorgekommen, dass sie schnell würgt wenn sie ein Stückchen in den Rachen bekommt. Ich habe Angst dass sie sich so dolle verschluckt dass sie mir ersticken könnte. Was mache ich wenn ich merke dass sie sich verschluckt oder würgt? Wie groß mach ich ihr das weiche Obst oder Gemüse? Dass sie es direkt am Stück in den Mund schieben kann? Bei mir sind viele Ängste, ich bin als Kleinkind fast mal an einer Wurst erstickt…

    Mit freundlichen Grüßen

    N.

    Antworten
    • Dass wir als Eltern Angst haben und besorgt sind, dass unserem Kind etwas passieren könnte, ist verständlich. Und mit dieser Sorge/Angst bist du nicht alleine, es geht vielen Eltern so und es erreichen uns häufig Fragen dazu. Allerdings sind wir der Meinung, dass es hilft, sich gut zu informieren und zu wissen, wie man im Ernstfall reagieren muss bzw. was die Unterschiede zwischen Würgen, Verschlucken und Ersticken sind. Wenn du möchtest, dass wir dich bei diesem Thema begleiten, dann schau dir gerne unseren Mini-Onlinekurs an: https://elopage.com/s/breifreibaby/verschlucken/payment
      Liebe Grüße Team breifreibaby

      Antworten
      • Es gibt Erste-Hilfe-Kurse oder Seminare speziell für Babys und Kleinkinder! Ich finde dass alle Eltern so einen Kurs besuchen sollten um für den Ernstfall vorbereitet zu sein! Erste-Hilfe-Maßnahmen am Baby oder Kleinkind unterscheiden sich nämlich zu denen die man am Erwachsenen durchführt! Und dann braucht man auch keine Angst mehr haben… mir hat das sehr geholfen!

        Antworten
        • Hallo Mone,
          da geben wir die vollkommen Recht!

          Antworten
    • Ich bin Erzieherin in einer Krippe und nun selber werdende Mama. Leider kann ich aus der Erfahrung sagen, dass viele Kinder sich sehr sehr oft verschlucken und so ziemlich unschöne Situationen entstehen, in denen man auch immer wieder eingreifen muss. Ist es bei solchen Kindern denn wirklich Sinn der Sache? Mir tun die Kleinen immer so doll leid in der Situation (ich mir übrigens auch🙈) und da frage ich mich schon, ob es nicht besser wäre erstmal noch nur Brei/pürierte Speisen usw zu geben ?! Oder wäre das falsch?

      Antworten
      • Hallo Anna, ein “richtig” oder “falsch” gibt es hier in dem Sinne nicht. Du kannst für dich und dein Baby die Methode wählen, die am besten zu euch, zu eurem Alltag und eurem Familienleben passt. Mit “breifrei” zeigen wir den Weg auf, der unserer Meinung nach am meisten Sinn macht. Aber natürlich steht es dir frei Brei zu geben. Das “Verschlucken” am Anfang ist ganz normal und geht vorbei – je mehr und unterschiedliche Konsistenzen und Lebensmittel die kleinen Esser:innen kennenlernen. Gern begleiten wir dich als werdende Mama zum Thema in unserem Mini-Onlinekurs: https://elopage.com/s/breifreibaby/verschlucken/payment Herzliche Grüße!

        Antworten
  2. Hallo, ich habe eine Frage. Einerseits schreibt ihr in diesem Artikel, dass man vorm verschlucken keine Angst haben soll, da der Zungenstossreflex das verhindert, andererseits ist ein Reifezeichen für beikost doch das Verschwinden des Zungenstossreflexes…? Wie kann der reflex dann das verschlucken verhindern, wenn er nicht mehr vorhanden ist?
    Viele Grüsse

    Antworten
    • Hallo Annika,
      danke für deine Frage. Der Würgereflex verhindert das Verschlucken.
      Liebe Grüße Team breifreibaby

      Antworten
  3. Vielen Dank für diesen Beitrag zum Thema Kinderessen. Gut zu wissen, dass man den Zeitpunkt, an dem die Kinder für festes Essen bereit sind, gut erkennen kann. Ich denke, dass ich mich zu dem Thema nochmal von einem Zahnarzt für Kinder beraten lassen werde.

    Antworten
  4. Hallo 🙂 vielen Dank für den hilfreichen Artikel. Ihr schreibt, dass Brot schon ab Beikoststart gegeben werden kann. Ich habe da aber etwas Angst, dass mein Baby ein Krümel des Brotes verschlucken könnte. Auch ist mir aufgefallen, dass die Kleine eigentlich bei jedem Bissen hustet und dieser dann wieder rauskommt. Das war bisher so bei Möhre, Gurke und Banane. Mehr haben wir noch nicht probiert. Vor dem Brot hab ich daher besonders Angst.
    Ist es wirklich normal dass sich anfangs so oft verschluckt wird?

    Antworten
    • Hi Stefanie, es gibt hier einen wesentlichen Unterschied zwischen Verschlucken und Würgen, das ist uns immer ganz wichtig zu betonen. Informiere dich am besten in unserem Mini-Onlinekurs zum Thema, um mehr Sicherheit zu bekommen: https://elopage.com/s/breifreibaby/verschlucken/payment Brot kannst du am Anfang zum Lutschen geben, die Kleinen können das in der Regel sehr gut einspeicheln und dadurch weich machen. Liebe Grüße

      Antworten
  5. Hallo,
    mein Kleiner bekommt seit gut drei Wochen Brei (Mittagessen) – die erste Flasche ist dadurch schon weg. Er isst den Brei gut – gefühlt würde er auch noch eine größere Portion verdrücken.
    Gleichzeitig sieht er mit Verlangen auf unser Essen, so dass ich ihm auch schonmal ein bisschen Brot gegeben habe. Nun meine Frage – schließen sich Brei und BLW aus, also sollte ich lieber nicht zusätzlich zum Brei mit Brot & Co experimentieren?
    Lg, Alexandra

    Antworten
    • Liebe Alexandra, es ist auf jeden Fall möglich, deinem Baby einen Mix aus Brei und Fingerfood anzubieten. Wir empfehlen jedoch das Füttern von Brei und das Selberessen von fester Kost nicht zu Beginn der Beikost in einer Mahlzeit zu mischen. Es sind zwei ganz verschiedene Vorgänge im Mund. Beim Füttern mit dem Löffel bekommt das Baby den Brei recht weit nach hinten in den Mund und schluckt zügig. Beim Selberessen lernt das Baby kompetent mit den Lebensmitteln umzugehen, sie zum Mund zu führen, einzuspeicheln und mit der Zunge hin und her zu schieben. Die Vorgänge sind also grundverschieden und ein Mischen innerhalb einer Mahlzeit führt unserer Meinung nach zur Verwirrung beim Baby.

      Antworten
  6. Super informativer Text, lieben Dank! 🙂 Nur noch bitte die vielen Rechtschreibfehler korrigieren und die fehlenden Quellen ergänzen. Dann wird eine fundierte Sache daraus. LG Lena

    Antworten
    • Hallo Lena, die Fehler haben wir korrigiert. Wir haben alle Inhalte des Artikels gut recherchiert oder aus unseren Ausbildungen als Gesundheits- und Krankenschwester, Fachkraft für babygeleitete Beikost sowie für picky eating und als Ernährungsberaterin und Stillbegeleiterinnen (DAIS) zusammengetragen. Liebe Grüße

      Antworten
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