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Ungeeignete Lebensmittel für Babys

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Hallo!

Seit 2016 gibt es für uns kein schönes Thema als die breifreie Beikost – wir lieben es, für dich nährstoffreiche und zuckerfreie Rezepte für die ganze Familie zu entwickeln und dir mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. 

Mehr über uns

Man hört ja immer viel, wenn es um die Ernährung eines kleinen Essers geht. „Dein Baby darf auf keinen Fall Kuhmilch trinken.“ Oder „Gib deinem Baby bloß keine glutenhaltigen Lebensmittel, da reagiert es allergisch drauf!“. „Von Zitrusfrüchten bekommt dein Baby einen wunden Po.“ Oder „Auf Erdbeeren reagieren alle Babys allergisch.“

Aber was ist denn nun richtig? Gibt es Lebensmittel, die ein Baby beim Beikoststart und bis zum ersten Geburtstag nicht angeboten bekommen sollte? In diesem Artikel informiere ich euch über meine Erfahrungen und den aktuellen Wissenstand zum Thema ungeeignete Lebensmittel für den Beikoststart.

In verschiedenen Lebensmittelgruppen aufgeteilt, liste ich dir auf, welche Lebensmittel dein Baby nicht essen sollte, solange es noch unter einem Jahr alt ist. Andere Informationen über die breifreie Beikosteinführung kannst du in meiner breifrei-Reihe lesen. Und denke auch daran, die Beikosteinführung erst zu starten, wenn denn Baby die Beikostreifezeichen zeigt.

Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Außerdem bitte ich dich zu bedenken, dass jedes Baby anders is(s)t und nur du weißt, wie weit es motorisch ist. Deshalb verlass dich bitte auch auf dein Gefühl – es gibt immer wieder Babys die mit dem einen Lebensmittel super und mit dem anderen überhaupt nicht zurechtkommen. Das kannst aber nur du als Mama entscheiden.

Welche Lebensmittel sind für mein Baby nicht geeignet und warum?

  1. Welche Lebensmittel sind im ersten Lebensjahr verboten?
  2. Welches Getreide ist für mein Baby nicht geeignet?
  3. Welche tierischen Produkte sind für mein Baby nicht geeignet?
  4. Sind Zucker und Süßungsmittel für mein Baby ungeeignet?
  5. Darf mein Baby Salz und Gewürze essen?
  6. Welches Obst und Gemüse darf mein Baby nicht essen?
  7. Gibt es Getränke, die für mein Baby ungeeignet sind?
  8. Fertigprodukte und Fastfood
  9. Welche sonstigen Lebensmittel eignen sich nicht für mein Baby?

Im zweiten Teil (weiter unten) erkläre ich dir, welche Alternativen es für Babys gibt:

  1. Welche Alternativen für Babys gibt es?
  2. Welche Lebensmittel sind fälschlicherweise als ungeeignet erklärt?

Die hier aufgeführten Lebensmittel dienen als Übersicht. Um aber nicht einfach nur aufzulisten, welche Lebensmittel für die Beikost vermieden werden sollten, ist der jeweilige Grund dafür kurz erklärt. Sicher werden die einen oder anderen Lebensmittel in anderen Ländern und Kulturen als Beikost gegeben. Es gibt was die Esskultur angeht auch bei den ganz Kleinen schon große Unterschiede.

  1. Welche Lebensmittel sind im ersten Lebensjahr verboten?

Es gibt nur sehr wenige Lebensmittel, die dein Baby ab Beikoststart wirklich nicht essen darf und die durchaus auch gefährlich sein können. Deshalb wollen wir diese direkt hier zu Beginn nennen.

  • Alkohol – Dein Baby darf kein Alkohol trinken und sollte auch keine Lebensmittel essen, in denen Alkohol zugesetzt ist. Damit meine ich auch z.B. Weißwein in Risotto oder Rotwein in Gulasch. Der Alkohol verkocht nie zu 100% und schon kleine Mengen können für Babys schädlich sein.  Wenn du Lieblingsrezepte mit Wein o.ä. hast kannst du z.B. Rotwein durch roten Traubensaft und Weißwein durch hellen Traubensaft ersetzen. Gemüsebrühe kannst du ebenfalls immer nehmen.
  • Rohen Fisch und Rohes Fleisch – dein Baby kann mit den rohen Produkten nicht umgehen. Die Gefahr, das Salmonellen oder andere Bakterien enthalten sind, ist zu hoch. Damit ist auch ein Rumpsteak gemeint, das medium oder raw gebraten ist. Du kannst deinem Baby jegliches Fleisch anbieten – es muss aber durchgegart sein. Ebenso der Fisch, hier ist es zusätzlich wichtig, dass keine Gräten enthalten sind. (Lies hier, wie du deinem Baby Fleisch anbieten kannst.) Laut Robert-Koch-Institut (RKI) sollten Kinder unter 5 Jahren auf rohes Fleisch verzichten. (Salami ist z.B. auch roh)
  • Nüsse im Ganzen und prallelastische Lebensmittel im Ganzen (Trauben, Blaubeeren, Erbsen, Mais) – hier ist wirklich nur das Lebensmittel in seiner ganzen runden Form verboten, da es sehr sehr hohe Risiken des Verschluckens bildet. Gemahlene Nüsse, Nussmus und Nussmehl sind ab Beikostsstart erlaubt. Ebenso bei prallelastischen Lebensmitteln wie Trauben und Blaubeeren – diese sind püriert oder zerdrückt ab Beikostart geeignet. Wenn das Baby den Pinzettengriff beherrscht, können Trauben auch halbiert jederzeit angeboten werden. (Du kennst dein Baby am besten und weißt, ab wann du ganze Maiskörner anbieten kannst. Als Beispiel, beide Töchter von Annina konnten bereits mit 10 Monaten souverän Blaubeeren, Mais und Erbsen im Ganzen essen.)
  • Honig – Babys unter einem Jahr sollen keinen Honig essen. Es besteht die Gefahr an Säuglingsbotulismus zu erkranken. Babys die älter sind, entwickeln eine stärke Widerstandfähigkeit für Bakterien im Darm und können deshalb je älter sie werden auch besser damit zurechtkommen. Auch in selbstgebackenen Backwaren ist Honig Tabu – denn die Bakterien sterben nur unter Druck. Industrielle hergestellte Produkte mit Honig sind meist unter Druck hoch genug erhitzt – wir persönlichen raten aber auch aufgrund der Süße von Honig ab. (Dazu unten nochmal mehr.)

Ungeeignete Lebensmittel Trauben - prallelastisch

  1. Welches Getreide ist für mein Baby nicht geeignet?

  • Amaranth
  • Quinoa
  • Buchweizen

Diese drei Getreidesorten werden auch als Pseudogetreide bezeichnet. Sie enthalten zwar viel hochwertiges Eiweiß und beinhalten viele Mineralien, aber auch Substanzen mit negativer Wirkung. So enthält beispielsweise Amaranth Gerbstoffe, die eine Aufnahme von Mineralen und Vitaminen hemmen. Weiter werden Verdauungsenzyme und somit eine Eiweißverwertung gehemmt. Auch Quinoa sollte Babys und Kleinkindern unter 2 Jahren nicht angeboten werden. Sie enthalten (in der Schale) Saponine, welche trotz Reinigung nicht völlig auszuschließen sind. Eine Reizung der Darmschleimhaut beim noch nicht voll entwickelten und ausgereiften Verdauungstrakt des Babys könnte die Folge sein. Außerdem haben sie einen hohen Puringehalt, der den Nieren des Babys schaden kann.

Dies ist unsere persönliche Empfehlung, die wir aus den wissenschaftlichen Werken zu diesem Thema entnommen haben. Es gibt durchaus Baby-Kochbücher, die Pseudogetreide verwenden. Du musst dir also keine Sorgen machen, wenn dein Baby einmal etwas davon gegessen hat.

  • Rohes Getreide

Auf rohes und unerhitztes Getreide sollte im ersten Jahr ebenfalls verzichtet werden. Der Verdauungstrakt hätte damit schwer zu schaffen, da rohes Getreide schwerer verdaulich ist. Außerdem ist eine Keimbelastung nicht auszuschließen. Damit meinen wir z.B. selbstgequetschte Flocken aus Getreide. Diese kannst du als Porridge anbieten, wenn du sie vorher erhitzt.

  1. Welche tierischen Produkte sind für mein Baby nicht geeignet?

  • Rohmilchprodukte

Rohmilchprodukte (z.B. Rohmilchkäse), hier geht es um Weich- und Frischkäse aus Rohmilch. Z.B. Brie, Camembert. Hartkäse aus Rohmilch darf gegessen werden. Z.B. Appenzeller, Emmentaler, Bergkäse und Parmesan. Der Grund dafür, dass kein Weich- oder Frischkäse aus Rohmilch gegessen werden darf ist, dass dieser Listerien-Bakterien enthalten kann. Diese Bakterien können zu einer Listeriose führen, die Durchfall, Erbrechen und Fieber zur Folge hat. Im trockenen Hartkäse allerdings haben die Listerien kaum Überlebenschancen. Rohmilch und Rohmilchprodukte müssen als solche gekennzeichnet werden. Die Hartkäse müssen allerdings nicht extra als Rohmilchkäse ausgeschrieben sein.

Hier gehst du auf Nummer sicher, wenn du auf dem Etikett überprüfst, ob der Käse als Rohmilchkäse ausgezeichnet ist. Ein Beispiel: Büffel-Mozzarella ist meist ein Rohmilchkäse, Mozzarella aus Kuhmilch stammt zu 90% aus pasteurisierter Milch und ist kein Rohmilchkäse.

Verschiedene Käsesorten haben einen unterschiedlich hohen Salzgehalt. Wenig Salz haben z.b. Gruyere und Emmentaler. Auch Mozzarella hat einen nicht so hohen Salzgehalt. Alle drei Sorten enthalten weniger als 2 g Salz auf 100 g Käse – du kannst damit also gerne Babygerichte verfeinern.

  • Eier, roh und weichgekocht

Rohe und weichgekochte Eier sind nicht geeignet, da Salmonellengefahr besteht. Es ist aber falsch zu sagen, dass Babys prinzipiell kein Ei bekommen dürfen, wie es oft als Gerücht im Internet kursiert. Oft wird Ei für Allergien verantwortlich gemacht. Es spricht aus unserer Sicht nichts dagegen, dem Baby Rührei oder Ei in Form einer Frittata anzubieten. Natürlich darfst du auch Ei in Backwaren einsetzen. Als gute Faustformel gilt 1-2 Eier pro Woche. Bedenke dabei, dass dein Baby meist kein ganzes Ei isst. z.B. wenn 2 Eier in einem Waffelrezept vorkommen, isst dein Baby oft nur 1/16 Ei.

  1. Sind Zucker und Süßungsmittel für mein Baby ungeeignet?

  • Zucker

Ganz oben auf der Liste der für Babys ungeeigneten Lebensmittel steht Zucker. Aber warum eigentlich? Karies? Übergewicht? Fördert Zucker ADHS?

“Zucker macht Karies“ heißt es ja auch oft. Aber es ist nicht der Zuckerkonsum an sich, sondern viel mehr die Menge und Häufigkeit, die dazu führt. Karies entsteht durch Bakterien (Streptococcus mutans), die im Mund und den Zahnbelägen vorhanden sind. Diese werden durch Küsse oder wenn wir als Eltern den Schnulli unseres Babys ablecken oder ihm Essen mit einem Löffel anreichen, den wir selbst benutzt haben, übertragen.

Weiter entsteht beim bakteriellen Abbau von Kohlenhydraten (auch Gärung genannt) zur Energiegewinnung Säure, die dann den Zahnschmelz angreift und einen Verlust der Mineralstoffe des Zahnschmelzes verursacht. Wichtig zu wissen ist, dass eine erhöhte Anzahl der Bakterien in den Zahnbelägen diese Wirkung verstärkt. Dabei spielt es eine große Rolle, wie oft vergärbare Kohlenhydrate gegessen werden und wie lange sie im Mund verbleiben.

Aber es ist nicht nur der typische „Haushaltszucker“ (Saccharose), der zu den vergärbaren Kohlenhydraten gehört sondern auch Traubenzucker (Glucose), Fruchtzucker (Fructose) oder Stärke.

Daher ist eine gründliche und regelmäßige Zahnhygiene ab dem ersten Zähnchen total wichtig. Wir haben das einfach in unseren morgendlichen und abendlichen Ablauf mit eingebaut.

Dass Zucker ADHS und hyperaktives Verhalten bei Kindern fördert, ist wissenschaftlich nicht klar belegt und meiner Meinung nach Panikmache.

Es ist aber bewiesen, dass Zucker ein Vitamin-B-Räuber ist.

Ein zusätzliches Süßen ist für Babys demnach nicht notwendig, die Süße von Früchten reicht vollkommen aus. Bitte bedenke auch, dass dein Baby keinen vorgeformten Geschmack hat und noch an nichts gewöhnt ist. Es erwartet zudem keine Süße. Deshalb ist es sehr sehr wichtig, nicht seinen eigenen Geschmack auf Babys zu übertragen.

Mehr über Süßes

Das Baby schmeckt als erstes „süß“. Diesen Geschmack kennt es auch schon aus dem Mutterleib und dann von der Muttermilch, die ja auch leicht süßlich schmeckt. Deswegen werden dem Baby auch zu Beginn des Beikoststarts vor allem süße Lebensmittel gut schmecken. Da der Geschmackssinn am Anfang bei den Kleinen geprägt wird, macht es keinen Sinn extra gesüßte und gezuckerte Lebensmittel anzubieten und somit eine Geschmacksprägung für Süßes zu fördern. Die Süße von Früchten reicht vollkommen aus. So könnt ihr beispielsweise Datteln* mitkochen (das habe ich z.B. bei meiner Tomatensoße so gemacht). Aber auch hier kommt es sicherlich auf die Menge an. Wir haben uns bewusst dafür entschieden, unserer Tochter keine Lebensmittel zu geben, die Zucker enthalten. Ist euch eigentlich aufgefallen, dass total viele Babybreigläschen oder die sogenannten „Babykekse“ Zucker enthalten?! Ich finde einfach, das muss nicht sein. Leckere Babykekse kann man doch auch ganz einfach selber backen! Auch bei meinen Waffeln und veganen Pancakes reicht die Süße von Apfel völlig aus.

Achte auch auf Zuckerzusätze wie z.B. Dextrose, Fructose, Glucose und Maltose. Das sind ebenso Zucker, wie auch Kokosblütenzucker, Birkenzucker oder Xucker.

  • Honig und Ahornsirup

In Honig und Ahornsirup können Sporen des Botulinumbakteriums (chlostridium botulinum) enthalten sein, die bei der Verarbeitung aus der Umwelt in den Honig gelangen. Durch diese Bakterien kann Botulismus, eine lebensbedrohliche Vergiftung, ausgelöst werden. Die Bakterien werden im Darm des Babys aufgrund von fehlender Magensäure aktiviert, vermehren sich, bilden im Dünndarm Toxine und führen zur Vergiftung. Der Darm des Babys wird gelähmt. Als erstes Anzeichen macht sich eine Verstopfung bemerkbar. Im weiteren Verlauf werden die Bakterien über den Blutkreislauf verteilt und führen zur Lähmung aller Muskelpartien. Der ganze Körper wird gelähmt. In der Konsequenz bedeutet dies nicht nur eine Lähmung der Muskulatur des Halte- und Bewegungsapparates sondern eben auch der Schluckmuskulatur und im schlimmsten Fall der Atemmuskulatur. Auf Honig und Ahornsirup sollte also unbedingt verzichtet werden.

UNgeeignete Lebensmittel für Babys - Honig

  • Süßungsmittel wie Süßstoff oder Stevia

Diese sind nicht zu empfehlen. Nicht nur wegen dem „Gewöhnungseffekt“ an Süßes sondern auch, weil verschiedene Zusatzstoffe enthalten sind und Bauchweh und Durchfälle entstehen können. Selbst die Hersteller von Birkenzucker, Stevia und Co. weisen auf ihren Webseiten darauf hin, das die Ersatzstoffe nicht für Babys geeignet sind.

Im Endeffekt muss jede Mama selbst entscheiden, ob das Baby in Ausnahmefällen etwas Süßes probieren darf. Unsere Meinung: Übertrage deinen Wunsch nicht auf das Baby – z.B. bei einer Torte zum 1. Geburtstag – dein Baby “wünscht” sich keine Torte mit Zucker, viel mehr ist es ihm völlig egal und eine Scheibe Wassermelone macht wahrscheinlich genauso viel Freude.

  1. Darf mein Baby Salz und Gewürze essen?

  • Salz und salzhaltige Lebensmittel

Die Nieren des Babys werden durch Salz und salzhaltige Lebensmittel belastet. Zu viel Salz kann eine Erhöhung des Blutdrucks bewirken. Der Salzbedarf eines Babys unter einem Jahr liegt bei 1 Gramm und wird komplett durch den natürlichen Salzgehalt der Muttermilch und Lebensmittel wie Gemüse, Fleisch und Getreide gedeckt. Außerdem überdeckt Salz andere Geschmäcker. Ihr könnt viel mit (frischen) Kräutern würzen. Denkt auch daran, dass Mineralwasser häufig Natrium enthält also salzreich ist. Achtet also darauf, dass Mineralwasser natriumarm aber kalziumreich ist.

Ein Baby unter einem Jahr sollte am Tag maximal 1 g Salz zu sich nehmen. Diese Menge enthält es schon durch den natürlichen Salzgehalt von Lebensmitteln. Das Babys gar kein Salz essen dürfen, ist ebenso falsch – nur sollten 1 g am Tag bzw. 7 g pro Woche nicht überschritten werden. 

Nachsalzen solltest du dir deine Mahlzeiten am besten erst auf deinem Teller. Das das viel einfacher als gedacht ist, merkst du nach kurzer Zeit.

Interessant ist auch, dass in sehr vielen Lebensmitteln wie Käse oder Frischkäse und Brot Speisesalz enthalten ist. Wenn ihr also auf diese Produkte für euer Baby nicht verzichten wollt, dosiert sie in Maßen.

Unser Tipp: Eigene Gerichte, Soße, Kochwasser, Brot etc. NICHT salzen. Denn dein Baby wird durch Muttermilch, Gemüse, Obst und ab und an ein gekauftes Produkt ausreichend mit Salz versorgt. Je mehr du selbst einsparst, umso weniger fällt es ins Gewicht, wenn mal ein Brot vom Bäcker gekauft wird.

  • Scharfe Gewürze

Scharfe Gewürze sind für die Kleinen nicht gut verträglich. Damit meinen wir Chili in großem Maße, Cayennepfeffer, schwarzer Pfeffer.

  1. Welches Obst und Gemüse darf mein Baby nicht essen?

  • Blattsalate

Blattsalate in Salatform können von den Babys nicht gekaut werden, sie würden eher am Gaumen kleben bleiben. Um Salat und grobe Zellstrukturen zu kauen, brauchen Babys Backenzähne. Du kannst Salat, Spinat, Mangold etc. natürlich aber püriert in Soßen oder Smoothies anbieten.

  1. Gibt es Getränke, die für mein Baby ungeeignet sind?

  • Alkohol

Alkohol und Speisen, die Alkohol enthalten sind ein absolutes No Go! Dies bedarf eigentlich keiner weiteren Erklärung. Aber die Leber unserer Kleinen arbeitet nicht wie die eines Erwachsenen und die giftige Wirkung von Alkohol hält somit länger an.

Denke daran, dass Alkohol auch über die Muttermilch aufgenommen und an dein Baby abgegeben wird, wenn es von dir gestillt wird. Einen Ratgeber über Stillen und Alkohol bietet der Deutsche Hebammenverband an.

  • Unverdünnte Fruchtsäfte, Limonade

Fruchtsäfte und Limonade sollten wegen des Zuckergehaltes vermieden werden. Es reicht total aus, dem Baby stilles Wasser anzubieten. Vor allem, wenn das Kind aus der Flasche trinkt, sollten keine zuckerhaltigen Getränke angeboten werden. Das ständige Umspülen der Zähnchen mit zuckerhaltigen Getränken kann zu Karies führen. Mehr über die Entstehung von Karies habe ich beim Abschnitt über Zucker beschrieben.

  • Kaffee

  • Schwarzer und grüner Tee

Kaffee (Koffein), schwarzer und grüner Tee (Tein) erhöhen den Herzschlag und führen zu einer Anregung des Nervensystems.

  1. Welche sonstigen Lebensmittel eignen sich nicht für mein Baby?

  • Lebensmittel mit reduziertem Fettgehalt – biete deinem Baby Kuhmilch, Frischkäse etc. nicht in der Lightvariante an. Der Grund ist, das diese Lebensmittel oft höher verarbeitet sind und nicht mehr die volle Nährstoffdichte ausweisen. Der kleine Magen kann aber nur eine bestimmte Menge aufnehmen und Fett ist für Kinder ein wichtiger Energiebringer.
  • Zusatz- und Aromastoffe – besonder E-Nummern haben in Essen für Babys nichts verloren. Wenn du auf Fertigprodukte verzichtest, fährst du gut – denn je weniger Fertiggerichte du anbietest, umso weniger Zusatzstoffe sind enthalten. Möchtest du z.B. mal fertigen Blätterteig etc, kaufen, greife auf Bioware zurück, denn da sind viele Zusatzstoffe nicht erlaubt.
  • Wurst – Aus unserer Sicht hat Wurst in der Babyernährung unter einem Jahr nichts zu suchen. Sicher wird das kontrovers diskutiert und jeder muss dafür seine eigene Lösung finden. Wir wollen dir mitteilen, warum Wurst generell kein gesundes, nahrhaftes und geeignetes Lebensmittel ist. Wurst ist immer hochverarbeitet, sie wird gepökelt, erhitzt, gewürzt, geräuchert etc. sie ist immer unzähligen Prozessen ausgesetzt. Die Pökelsalze etc. sind nicht mit normaler Salz vergleichbar – insofern ist allein aufgrund des Salzgehaltes keine Wurst für Babys geeignet. Was viele nicht wissen: In Wurst werden auch Teile vom Tier verarbeitet, die viele Schadstoffe aufweisen, so zum Beispiel in Leberwurst / Kalbsleberwurst / Teewurst – die Leber ist das Entgiftungsorgan von Mensch und Tier – hier sammeln sich Schwermetalle aber auch Hormone / Stresshormone. Gerade kurz vorm Tod werden davon viele ausgeschüttet. Das hat aus unserer Sicht in Babys Ernährung nichts zu suchen.

8. Fertigprodukte und Fast Food

Auch wenn uns TK-Pizza mal super schmeckt oder wir einen Döner für den schnellen Hunger holen, ist Fast Food eins der Lebensmittel von denen wir dir stark abraten wollen, sie deinem Baby zu geben. Das Problem an verarbeiten Lebensmitteln liegt darin, dass man oft nicht genau weiß, was drinsteckt. Weder kennen wir die Inhaltsstoffe aller E-Nummern, noch können wir Aromastoffe genau zuordnen.

Hinzukommt, das viele versteckte Zucker, Salze und Geschmacksverstärker in Fertigprodukten verarbeitet ist.

Als Beispiel: Die Alete Kinderkekse ab dem 8 Monat enthalten 22 g Zucker auf 100 g Keks.

*

Jetzt erkläre ich dir welche Produkte du als Alternative einsetzen kannst, wenn du breifreie Beikost für dein Baby zubereitest.

1. Welche Alternativen für Babys gibt es?

Wenn du eine frische und ausgewogene Küche anbietest und saisonale Produkte verwendest, wird nicht auffallen, wenn du auf einige Produkte verzichtest. Vor allem kennt dein Baby es ja noch gar nicht anders, als so, wie du es ihm auch bisher angeboten hast oder dann zum ersten Mal anbieten wirst. Es wird also nichts vermissen. Für die Großen kannst du nachsalzen und nachwürzen. Und du kannst tolle und leckere alternative Möglichkeiten nutzen, um geschmacklich auf nichts verzichten zu müssen.

Zuckererersatz für Babys

Industriell hergestellter Zucker ist ja wirklich in sehr vielen Lebensmitteln enthalten. Würdest du darauf kommen, dass zum Beispiel gekauftes Toastbrot Zucker enthält?!

Prinzipiell muss ja auch nicht alles total süß sein. Ich habe schon immer beim Backen die Zuckermenge reduziert, weil es mit sonst viel zu süß geschmeckt hat.

Gut, dass es zum Backen und Kochen Lebensmittel gibt, die du zum Süßen verwenden kannst.

Frisches Obst

Oft sind Zuckerersatzprodukte gar nicht nötig, denn bei vielen Rezepten, die für Babys geeignet sind, kommt die Süße durch frisches Obst wie Banane oder Apfel. Bei meinem Teig für Waffeln verwende ich einen geriebenen Apfel und für meine veganen Pancakes nehme ich eine Banane um zu Süßen und gleichzeitig das Ei zu ersetzen. Einen Artikel über vegane Beikost findest du auch bei uns.

Trockenobst

Soll es etwas süßer werden, so kannst du anstelle von Haushaltszucker sehr gut Datteln* verwenden. Die natürliche Süße der getrockneten Datteln ist sehr stark. Du kannst sie entweder mitkochen oder vorher einweichen und dann pürieren.

Für meine Tomatensoße nehme ich gerne Datteln, die ich kleinschneide und mit den Tomaten zusammen köcheln lasse. Zum Schluss püriere ich alles und habe eine super leckere Tomatensoße. Aber ganz ehrlich, dafür sind eben auch 2 Datteln ausreichend.

Beim Backen von Muffins oder Kuchen bietet es sich an, die Datteln einzuweichen. Zum Einweichen verwendest du einfach die Flüssigkeit, die im Rezept verwendet wird. Du weichst die Datteln darin mindestens 30 Minuten (oder einfach über Nacht) ein, pürierst das Ganze und fügst es zu deinem Teig zu. Achte beim Kauf darauf, dass die Datteln ungeschwefelt und natürlich auch ungezuckert sind. Soft-Datteln sind direkt weich und müssen nicht eingeweicht werden.

Lecker sind die Datteln auch in Form von Dattella als süßer Brotaufstrich.

Ungeeignete Lebensmittel _ Zucker

Alternativ zu den Datteln kannst du auch Dattelsirup* verwenden, allerdings würde ich immer die Datteln bevorzugen, da sie nicht verarbeitet sind und mehr Nährstoffe enthalten als der Sirup. Wenn es aber mal schnell gehen muss, tut es der Sirup. Für meine Pflaumenmuffins kam er zum Beispiel auch zum Einsatz.

Auch andere Trockenobstsorten kannst du zum Backen verwenden, um deine Teigwaren zu süßen. Rosinen oder Aprikosen nehme ich auch gerne.

*

Weitere Alternativen

Andere Zuckerersatzprodukte, die du zum Kochen und Backen verwenden kannst sind zum Beispiel:

    • Reissirup
    • Apfeldicksaft

*

Kakao und Schokolade

Wenn du ein Rezept backen oder kochen möchtest, in dem Kakao oder Schokolade enthalten ist, so musst du, beziehungsweise dein Baby, nicht darauf verzichten. Du kannst anstelle von Kakaopulver Carob* verwenden. Auch Kakao in kleinen Mengen ist absolut in Ordnung.

*

Carob ist das Fruchtmark der Carob-Frucht. Es wird geröstet und anschließend ganz fein gemahlen. Die Carob-Früchte stammen vom Johannisbrotbaum.

Ich verwende Carob für Dattella, meine süchtig machende Schokocreme ohne Zucker und Schokolade.

Zuckerersatz Baby Dattella_breifreibaby

2. Welche Lebensmittel sind fälschlicherweise als ungeeignet erklärt?

In der Schwangerschaft und Stillzeit hört man ja schon viele Ammenmärchen, aber wenn dann das Baby erst mal richtig zu essen anfängt, wird es noch besser. Ratschläge kommen von allen Seite. Teilweise sind diese aber völlig überholt und dem aktuellen wissenschaftlichen Stand, wenn es ums Thema Babyernährung geht, gar nicht mehr entsprechend.

Nüsse und Früchte

Meine Favoriten hierbei sind Nüsse, Tomaten, Erdbeeren und Zitrusfrüchte.

Diese Lebensmittel können allergieauslösend sein. Allerdings kommt es hier, wie bei allem, auf die Menge an. Sollte dein Baby also in Form von Hautausschlag oder einem wunden Po reagieren, so kannst du die Lebensmittel erst einmal nicht geben und es nach einiger Zeit erneut ausprobieren.

Bei heftigen allergischen Reaktionen, asthmaartigen Beschwerden und Luftnot ist eine ärztliche Kontrolle allerdings dringend erforderlich. Nur so viel, es ist bewiesen, dass ein kategorisches Vermeiden von allergieauslösenden Lebensmitteln im ersten Lebensjahr eher zu Unverträglichkeiten oder Allergien im späteren Leben führt, als ein früher Kontakt damit. Dazu gerne die S3-Leitlinien zu Allergieprävention nachlesen.

Bei Nüssen, Beeren, Erbsen und Samenkörnern finde ich es eher wichtig zu erwähnen, dass sie nur in Form von Mus bzw. zerkleinert geben oder zum Backen verwendet werden sollen. Es besteht sonst die Gefahr, dass dein Baby sich verschluckt oder die Lebensmittel aspiriert. Wie oben schon erklärt sind also Nüsse im Ganzen Tabu – zerkleinert passen sie aufgrund ihrer Nährstoffdichte hervorragend in Babys Speiseplan.

Kuhmilch und Kuhmilchprodukte

Produkte wie Quark und Joghurt werden oft als für das Baby verbotene Lebensmittel bezeichnet. Es heißt immer, dass Babys die Milch gar nicht vertragen. Das ist aber nicht richtig. Ein Baby darf ab dem Beikoststart Kuhmilch und Kuhmilchprodukte bekommen. Allerdings nicht pur und nur in kleinen Mengen. Für die Kleineren, so erklärt Herbert Renz-Polster in seinem Buch „Kinder verstehen. Born to be wild: Wie die Evolution unsere Kinder prägt“, ist die Eiweiß- und Mineralienkonzentration der Kuhmilch nicht optimal. Die Nieren können stark belastet werden. Prinzipiell ist es aber so, dass Milch durch ihren Kalzium und Vitamin-D-Gehalt die Knochen stärkt und ein besseres Wachstum fördert. Ich verwende, da K ja nicht den typischen Milch-Getreidebrei bekommt gerne Kuhmilchprodukte zum Backen. Die Menge von 200 g Kuhmilch (und Produkten aus Kuhmilch) sollte am Tag nicht überschritten werden.

Die Angst vor Allergien ist auch hier (fast) unbegründet, da nur etwa 3% der Säuglinge gegen Kuhmilch allergisch sind. Milch sollte kein Muttermilchersatz sein und im ersten Lebensjahr nicht als Getränk angeboten werden. Es können aber durchaus Milchprodukte zum Backen verwendet werden!

Tatsächlich hat meine zweite Tochter J eine Kuhmilchallergie. Ich backe und koche trotzdem alle Rezepte hier vom Blog. Ich verwende stattdessen Hafermilch, Mandelmilch, Kokosmilch oder Wasser.

Spinat, Mangold, Rote Bete, Rucola

Bei der Zubereitung von Babynahrung, egal ob als Brei oder in der breifreien Variante, solltest du aber noch Folgendes wissen:

Es gibt Gemüsesorten, die du nur in geringen Mengen und frisch verwenden sowie nur bedingt wieder aufwärmen solltest. Zu diesem Gemüse zählt:

  • Spinat
  • Mangold
  • Rote Bete
  • Rucola

Spinat, Mangold, Rucola und auch Rote Bete sind nitratreich und sollten nur in kleineren Mengen und nicht mehrmals die Woche angeboten werden. Wichtig zu wissen ist weiter, dass du sie nicht unbedingt wieder aufwärmen solltest. Denn beim Aufwärmen wird Nitrat zu Nitrit. Nitrit verhindert den Sauerstofftransport im Blut und kann für Babys lebensgefährlich sein. Aber auch hier lohnt einer genauer Blick:

  1. Man verringert den Nitratwert, indem man Mangold und Spinat gut abwäscht und dann die großen Stile abschneidet und nicht verwendet. Es spricht aber wirklich nichts gegen eine frische Zubereitung von Speisen mit diesem Gemüse.
  2. Bio-Gemüse hat viel weniger Nitrat, ist also eine bessere Wahl.
  3. Kühlst du die Speisen nach dem Kochen sofort runter und frierst sie ein, stoppst du die Umwandlung. (Auch Rahmspinat oder TK-Blattspinat wurde vor dem Schockfrosten ja blanchiert.) Willst du dem Baby also zum zweiten Mal etwas anbieten, dann achte darauf, dass du das Essen sofort runterkühlst und einfrierst oder kühl stellst. Zum Beispiel Spinatwaffeln einfach bei Zimmertemperatur auftauen und nicht unbedingt wieder erwärmen.

Ein Pluspunkt für Rote Bete ist ihr hoher Eisengehalt.

Weiter zählen zu den nitratreichen folgende Gemüsesorten:

Salate wie zum Beispiel Kopf- und Feldsalat, Endivie und Rucola. Außerdem verschiedene Kohlgemüse wie Grün und Weißkohl sowie Wirsing. Zu den nitratreichen Wurzelgemüsen gehören unter anderen Rettich und Radieschen. Alle Blattgemüse haben einen hohen Nitratgehalt. Dieser ist dann am geringsten, wenn das Gemüse saisonal aus Freilandanbau kommt, also nicht aus dem Gewächshaus und nur mit Biodünger behandelt wurde.

Ungeeignete Lebensmittel für Babys - Blattsalate

Diese Lebensmittel verdienen einen besonderen Kommentar:

Linsen

Kohl

Kakao

Schokolade

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8 Kommentare
  1. Hallo, was ist das Problem mit Kakao? Ab wann kann man Kakao (also Backkakao ohne Zucker) z.b. in Gebäck anbieten?

    Antworten
    • Hallo Katharina,
      danke für deine Frage. Kakao enthält Koffein. In kleinen Mengen, zum Beispiel beim Backen kannst du ihn aber durchaus verwenden. Alternativ kannst du auch Carob benutzen. Im Getränk wird dein Baby ihn nicht vermissen, so lange es das auch nicht kennt 😉
      Liebe Grüße Team breifreibaby

      Antworten
      • Hallo, wie ist das mit gebratenem Fleisch. Ab wann darf ich das meinem Baby anbieten. Liebe Grüße Tanja

        Antworten
        • Hallo Tanja,
          danke für deine Frage. Durch-gebratenes Fleisch kannst du ab Beikostreife anbieten. Anfangs wird oft einfach nur der Fleischsaft ausgelutscht.
          Liebe Grüße Team breifreibaby

          Antworten
  2. Guten Tag liebes Breifrei Baby Team,

    Wenn ich also frischen Spinat kaufe, den zu Brei verarbeite und direkt einfriere ist es nicht so schlimm den nochmal zu erwärmen?

    Antworten
    • Hallo Vanessa,
      wenn du den Brei direkt einfrierst und nicht erst noch bei Zimmertemperatur stehen lässt, kann sich das Nitrat nicht schon in Nitrit umwandeln.
      Liebe Grüße Team breifreibaby

      Antworten
    • Hi, kann ich meinem Baby auch also gleich Naturjoghurt oder Kuhmilch Produkte geben?

      Antworten
      • Hallo Michael,
        ja, Kuhmilch darf in verarbeiteter Form bis zu 200 ml pro Tag angeboten werden.
        Liebe Grüße

        Antworten
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